Mit dem ersten Basisstandort auf den Philippinen erweitert ALPLA sein Produktionsnetzwerk im asiatisch-pazifischen Raum. Im Filinvest Technology Park Ciudad de Calamba fertigt das Vorarlberger Verpackungsunternehmen seit Sommer 2025 Kunststoffverpackungen – Flaschen, Kanister und Verschlüsse – für Kunden aus der Getränkeindustrie und weiteren Branchen. Am 19. März 2026 fand die offizielle Eröffnungsfeier statt.

Den Boden für den Standort bereitete ALPLA bereits 2014, als das Unternehmen als Inhouse-Partner mit der Fertigung von Preforms und Flaschen direkt in den Abfüllwerken eines globalen Kunden begann. Mit dem neuen Werk in Calamba City wird aus dieser Partnerschaft ein eigenständiger Standort, der das Portfolio für lokale und internationale Kunden öffnet. Calamba City ist der 200. Standort im weltweiten ALPLA-Netzwerk, das heute 206 Werke umfasst.
Drei Fertigungstechnologien für Kunststoffverpackungen aus Calamba City
Das neue Werk vereint drei Produktionstechnologien unter einem Dach: Spritzstreckblasen (ISBM), Extrusionsblasformen (EBM) und Formpressen (CM). Mit diesen Verfahren deckt ALPLA ein breites Produktspektrum ab – von Flaschen und Kanistern bis hin zu Verschlüssen für verschiedene Abnahmebranchen. Zu den Kunden zählen multinationale Konsumgüterkonzerne, internationale Getränkehersteller sowie lokale Produzenten.

Der Betrieb startete mit vier Produktionslinien auf einer Fläche von 4.800 Quadratmetern, die neben Produktion auch Verwaltung und Logistik beherbergt. Bis zu fünf weitere Linien können bei Bedarf installiert werden. Ronald Tichelaar (Managing Director APAC) begründet die Entscheidung für den philippinischen Markt: „Wir sehen großes Potenzial am philippinischen Markt und wollen uns mit kompletten Systemlösungen abheben. Mit den bereits installierten Technologien ISBM, EBM und CM können wir unseren Kunden vom ersten Tag an eine hohe Fertigungstiefe, globale Qualitätsstandards und eine effiziente, zuverlässige Produktion bieten. Die Erweiterung unseres Portfolios hier war der nächste logische Schritt.“
Aufbau unter Zeitdruck: Von der Halle zur Produktion in wenigen Monaten
Die Adaption des Rohbaus in Calamba City begann Anfang 2025; bereits im Sommer liefen die ersten Maschinen an. Der Zeitplan stellte das Team vor mehrere Herausforderungen gleichzeitig: neue Technologien mussten implementiert und geeignete Fachkräfte gefunden werden. Derzeit beschäftigt ALPLA am Standort rund 40 Mitarbeitende. Christian Kotschy (General Manager ALPLA Philippines) hält fest: „Der Aufbau eines neuen Werks ist immer eine Herausforderung. In Calamba City kamen neue Technologien und die Suche nach Fachkräften dazu. Jetzt sind wir verstärkt und bereit für mehr.“
Die offizielle Eröffnungsfeier am 19. März 2026 brachte rund 80 Gäste zusammen, darunter Österreichs Botschafter Johann Brieger. ALPLA COO Walter Ritzer und Ronald Tichelaar empfingen die Gäste gemeinsam mit Christian Kotschy. Ritzer zur strategischen Bedeutung des Standorts: „Die strategisch wichtige Investition auf den Philippinen stärkt unsere Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum. Mit unserer Erfahrung und Technologie werden wir uns im Land als wichtiger Partner für alle lokalen und internationalen Kunden etablieren.“


