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BASF differenziert Ultradur-Typen für Lebensmittelkontakt

26.05.2026

BASF Engineering Plastics gliedert ihr Ultradur-Portfolio für Lebensmittelkontakt- und Trinkwasseranwendungen in zwei klar abgegrenzte Produktlinien. Glasfaserverstärkte FC-Typen (Food Contact) und Aqua-Typen werden künftig separat geführt, um Verarbeitern, OEMs und Markenherstellern eine eindeutige Materialauswahl zu ermöglichen.

Förder-Anlage für Eier in der industriellen Lebens­mittel­verarbeitung: Mit der klaren Trennung des Ultradur®‑Portfolios in Aqua‑Typen für Trink­wasser­anwendungen und dedizierte Food‑Contact‑Typen schafft BASF Engineering Plastics eine transparente und zukunfts­sichere Grundlage für konforme Material­lösungen in Lebens­mittel­förder‑ und Verarbeitungs­systemen. | Foto: herraez/stock.adobe.com
Förder-Anlage für Eier in der industriellen Lebens­mittel­verarbeitung: Mit der klaren Trennung des Ultradur®‑Portfolios in Aqua‑Typen für Trink­wasser­anwendungen und dedizierte Food‑Contact‑Typen schafft BASF Engineering Plastics eine transparente und zukunfts­sichere Grundlage für konforme Material­lösungen in Lebens­mittel­förder‑ und Verarbeitungs­systemen. | Foto: herraez/stock.adobe.com

Hintergrund ist die EU-Verordnung 2024/3190, die im Dezember 2024 veröffentlicht wurde und ab dem 20. Juli 2026 den Einsatz von Bisphenol A (BPA) sowie weiterer als gefährlich eingestufter Bisphenole in Kunststoffen, Beschichtungen und Lacken mit Lebensmittelkontakt verbietet. Die neuen Ultradur FC-Typen wurden rezepturangepasst und verfügen bereits heute über gültige Food-Contact-Zertifikate ohne BPA-Einsatz.

Ultradur FC-Typen erfüllen EU-Anforderungen an den Lebensmittelkontakt ab 2026

Die Verordnung (EU) 2024/3190 betraf glasfaserverstärkte Ultradur-Typen für den Lebensmittelkontakt, da deren bisherige Rezeptur einer Anpassung bedurfte. BASF nahm diese Anforderung zum Anlass, das Lebensmittelkontakt-Portfolio systematisch neu aufzustellen. Vier Typen stehen bereits ohne Bisphenol A zur Verfügung und tragen gültige Food-Contact-Zertifikate: Ultradur B4300G6 FC UN, Ultradur B4300G6 FC BK15136, Ultradur B4300G4 FC R03 UN sowie Ultradur B4300G4 FC BK15136.

Das Anwendungsspektrum dieser Materialien im Lebensmittelumfeld reicht von Komponenten in Kaffeemaschinen über Koch- und Serviergeschirr bis hin zu Bauteilen für die industrielle Lebensmittelverarbeitung sowie Förderbänder und -anlagen für Eier und andere Lebensmittel. Durch die gezielte Ausweisung als FC-Typen mit entsprechenden Zertifikaten können Verarbeiter ihre bestehenden Anwendungen sicher fortführen und ihre Materialauswahl frühzeitig auf künftige regulatorische Anforderungen ausrichten.

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Aqua-Typen bleiben mit unveränderter Rezeptur für Trinkwasseranwendungen erhalten

Die bisherigen Ultradur Aqua-Typen werden weiterhin unter ihren bestehenden Produktnamen und mit unveränderter Rezeptur angeboten. Damit sichert BASF die Fortführung bereits erteilter Trinkwasserzertifizierungen für Kundenbauteile, da eine Rezepturänderung eine Neuzertifizierung erfordert hätte. Die Aqua-Typen sind ausschließlich für Wasser- und Trinkwasseranwendungen ausgelegt.

Trotz ähnlicher Namensbestandteile beider Produktlinien gilt eine klare Einschränkung: Glasfaserverstärkte Aqua-Typen erhalten künftig keine Food-Contact-Zertifikate mehr. Die Differenzierung zwischen Aqua- und FC-Materialien in der Ultradur-Familie soll Transparenz und Planungssicherheit gewährleisten – Anwender können anhand der Produktbezeichnung unmittelbar erkennen, welche Typen für Trinkwasser und welche für den Lebensmittelkontakt zugelassen sind.

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