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BASF erweitert PPSU-Portfolio für Lebensmittelkontakt

17.03.2026

BASF erweitert sein Portfolio an Hochleistungskunststoffen für Anwendungen mit Lebensmittelkontakt um mehrere PPSU-Typen. Die Materialien stehen bereits mit Datenblättern sowie Material- und Lebensmittelkontaktzertifikaten zur Verfügung und ermöglichen Herstellern eine Neuqualifizierung ihrer Produkte im Zuge der EU-Verordnung 2024/3190.

PPSU Erweitertes Ultrason® P-Portfolio von BASF ermöglicht Neuqualifizierung von Artikeln in Kontakt mit Lebensmitteln wie Mehrwegflaschen, Cateringgeschirr und Speisenwärmern gemäß EU-Verordnung 2024/3190. | Foto: BASF
Erweitertes Ultrason® P-Portfolio von BASF ermöglicht Neuqualifizierung von Artikeln in Kontakt mit Lebensmitteln wie Mehrwegflaschen, Cateringgeschirr und Speisenwärmern gemäß EU-Verordnung 2024/3190. | Foto: BASF

Die Verordnung, die seit Januar 2025 in Kraft ist, verbietet bestimmte Bisphenole in Materialien und Artikeln mit Lebensmittelkontakt. Mit dem erweiterten PPSU-Portfolio unterstützt BASF Hersteller von beispielsweise Mehrwegflaschen, Cateringgeschirr, Kaffeemaschinenteilen oder Speisenwärmern dabei, ihre bisherigen Materialien frühzeitig zu prüfen und auf regelkonforme Alternativen umzustellen.

Sechs PPSU-Typen für Anwendungen mit Lebensmittelkontakt

Hersteller, die bisher Materialien wie Polyethersulfon (PESU), Polysulfon (PSU) oder Polyetherimid (PEI) für Artikel mit Lebensmittelkontakt einsetzen, können mit sechs maßgeschneiderten Ultrason® P-Typen aus PPSU auf alternative Werkstoffe zurückgreifen. Die Materialien stehen ab sofort für die Bemusterung zur Verfügung und werden mit technischen Datenblättern sowie Material- und Lebensmittelkontaktzertifikaten bereitgestellt. Damit können Unternehmen frühzeitig mit der Neuqualifizierung ihrer Produkte beginnen, insbesondere bei Anwendungen wie Mehrwegflaschen, Cateringgeschirr, Kaffeemaschinenteilen oder hochtemperaturfesten Speisenwärmern.

Die PPSU-Typen sind für unterschiedliche Anforderungen ausgelegt und umfassen Varianten mit optimiertem Entformungsverhalten, die eine effiziente Verarbeitung im Spritzgießen unterstützen. Gleichzeitig ermöglichen sie eine vielseitige Farbgestaltung von opak bis transluzent, entweder über Compounds oder über Masterbatch-Lösungen. Neben diesen Verarbeitungs- und Designoptionen verfügen die Materialien über Eigenschaften, die für Anwendungen mit Lebensmittelkontakt relevant sind. Dazu gehören temperaturunabhängige mechanische Eigenschaften, eine hohe Beständigkeit gegenüber Reinigungsmitteln, Ölen, Fetten und Heißdampf sowie eine ausgeprägte Zähigkeit und gute Dimensionsstabilität. Aufgrund dieser Eigenschaften wird Ultrason® P bereits seit langem für Haushaltsartikel, Babyflaschen sowie Catering- und Mikrowellengeschirr eingesetzt.

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BASF unterstützt Hersteller bei der Umstellung auf PPSU

Mit dem erweiterten Portfolio an PPSU-Typen unterstützt BASF Hersteller dabei, ihre Produkte rechtzeitig an die Anforderungen der EU-Verordnung 2024/3190 anzupassen. „Bisphenole im Sinne der EU-Verordnung 2024/3190 werden bei der Herstellung unserer Ultrason® P-Typen nicht eingesetzt“, sagt Georg Graessel vom globalen Business Management Ultrason® bei BASF. Durch die Erweiterung und Anpassung des Portfolios sollen Unternehmen ihre Produkte testen und neu qualifizieren können, bevor das Verbot bestimmter Bisphenole in der Europäischen Union vollständig greift.

Zur Unterstützung dieses Prozesses stellt BASF technische Datenblätter sowie Material- und Lebensmittelkontaktzertifikate zur Verfügung. Darüber hinaus können bestehende Spritzgießwerkzeuge, die bisher für PESU eingesetzt wurden, weiterhin verwendet werden. Die EU-Verordnung 2024/3190 betrifft ausschließlich Materialien und Artikel mit Lebensmittelkontakt und umfasst keine Anwendungen im Kontakt mit Trinkwasser. Für Filtrationsmembranen im Lebensmittelbereich bleibt Polysulfon weiterhin zugelassen und ist von dem Verbot ausgenommen.

Ultrason® ist der Markenname der BASF für ihr Sortiment an Hochleistungsthermoplasten, das Polyethersulfon (Ultrason® E), Polysulfon (Ultrason® S) und Polyphenylsulfon (Ultrason® P) umfasst. Die Materialien werden unter anderem für Wasserfiltrationsmembranen, langlebige Haushalts- und Cateringanwendungen sowie Leichtbauteile für die Automobil- und Luftfahrtindustrie eingesetzt. Aufgrund ihres Eigenschaftsprofils können die Ultrason®-Materialien in zahlreichen Anwendungen Duroplaste, Metalle und Keramik ersetzen.

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