Merck hat das erste biobasierte Lösungsmittelportfolio speziell für die Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) eingeführt. Die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Produkte weisen im Durchschnitt 25,9 % niedrigere CO₂-Äquivalente auf als konventionelle Lösungsmittel auf fossiler Basis – bei vollständig erhaltener analytischer Leistung.

Das Portfolio umfasst Drop-in-Ersatzstoffe für Acetonitril, Methanol und Ethanol und ist auf die Anforderungen regulierter Laborumgebungen ausgelegt. Labore können auf die neuen Produkte umsteigen, ohne bestehende analytische Methoden neu entwickeln zu müssen.
Nachwachsende Rohstoffe ersetzen fossile HPLC-Lösungsmittel
Biobasierte HPLC-Lösungsmittel verringern die Abhängigkeit der Analytik von erdölbasierten Ausgangsmaterialien. Merck hat das Portfolio mithilfe proprietärer Fertigungsprozesse entwickelt; die Patentanmeldungen für biobasiertes Methanol und Acetonitril sind eingereicht und werden derzeit geprüft.
Die CO₂-Einsparungen variieren je nach Produkt: Acetonitril in Gradient-Grade-Qualität (Art.-Nr. 104771) weist eine um 28 % geringere Klimawirkung über den gesamten Lebenszyklus auf, Methanol in derselben Qualitätsstufe (Art.-Nr. 106188) sowie Methanol in Hypergrade-Qualität für die LC-MS (Art.-Nr. 106176) jeweils um 29 %. Ethanol in Hypergrade-Qualität für die LC-MS (Art.-Nr. 117480) erreicht eine Reduktion um 17,6 %. Die Werte beruhen auf Emissionsdaten der EcoInvent-Datenbank.
Karen Madden, Chief Technology Officer im Unternehmensbereich Life Science von Merck, erläutert die Ausrichtung des Portfolios: „Unsere Kunden suchen nach Lösungen, mit denen sie ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren können, ohne dabei auf Leistung oder Qualität zu verzichten. Dieses innovative Portfolio ist auf die Anforderungen der HPLC zugeschnitten und zeichnet sich durch höchste Präzision und Zuverlässigkeit für die HPLC-Analytik aus.“
Kompatibilität mit etablierten LC- und LC-MS-Methoden
Die neuen biobasierten HPLC-Lösungsmittel sind mit bestehenden Methoden und Instrumenten der HPLC sowie der Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (LC-MS) kompatibel. Das ermöglicht eine unkomplizierte Integration in den Routinebetrieb, ohne Anpassungen an validierten Verfahren.
Hochleistungsflüssigchromatographie wird in der Arzneimittelentwicklung, der Qualitätskontrolle in der Produktion, der Umweltanalytik und der Diagnostik eingesetzt – Bereichen, in denen zuverlässige Daten methodische Stabilität voraussetzen. Die Drop-in-Kompatibilität der biobasierten Varianten soll den Umstieg für Labore in diesen Anwendungsfeldern ohne zusätzlichen Validierungsaufwand ermöglichen.
Die Markteinführung erweitert das Angebot von Merck an Alternativen mit geringeren Umweltauswirkungen. Das Unternehmen positioniert die biobasierten Lösungsmittel als Beitrag zur Erreichung laborspezifischer Nachhaltigkeitsziele bei gleichzeitig unveränderter analytischer Präzision.


