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CAMX-Auszeichnung für Fahrradhelm aus PLA

02.10.2025

Ein innovativer Fahrradhelm aus dem biobasierten Kunststoff PLA, entwickelt am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT, wurde auf der Composites and Advanced Materials Expo (CAMX) in Orlando mit dem Environmental Impact Design Award ausgezeichnet. Das Produkt basiert auf einem Monomaterial-Ansatz und wurde für seine Umweltwirkung, Fertigungstechnologie und funktionale Gestaltung prämiert.

Der biobasierte, kreislauffähige Fahrradhelm aus PLA wurde auf der CAMX 2025 ausgezeichnet. | Foto: CAMX 2025
Der biobasierte, kreislauffähige Fahrradhelm aus PLA wurde auf der CAMX 2025 ausgezeichnet. | Foto: CAMX 2025

Der Helm wurde speziell für eine sortenreine Wiederverwertung am Ende der Nutzungsdauer entwickelt. Grundlage dafür sind eigens konzipierte Werkstoffe und ein präzise gesteuerter Fertigungsprozess. Die Entwicklung erfolgte im Rahmen eines Projekts, das von der Fraunhofer-Zukunftsstiftung gefördert wurde.

PLA als technische Basis – vom Kern bis zur Deckschicht

Der Fahrradhelm besteht vollständig aus dem biobasierten Kunststoff PLA. Für den Dämpfungskern kam eine am Fraunhofer ICT entwickelte, patentierte PLA-Partikelschaum-Technologie zum Einsatz. Die Helmschale wurde in einem High-End-Thermoformprozess gefertigt und mit einer selbstverstärkten Deckschicht ausgestattet. Auch alle weiteren Komponenten, einschließlich Riemen und Schnallen, wurden aus PLA hergestellt.

Eine zentrale technische Herausforderung war die präzise Temperatursteuerung im Herstellungsprozess, um die gewünschten Materialeigenschaften zu sichern. Diese wurde erfolgreich umgesetzt.

Funktion und Nachhaltigkeit durch Monomaterial-Design

Der Helm zeigt das Potenzial eines funktionalen Produktdesigns auf PLA-Basis. Durch den Monomaterial-Ansatz lässt sich das Produkt am Ende der Nutzung stofflich verwerten – im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrradhelmen, die aus Verbundmaterialien bestehen und nicht wirtschaftlich recycelbar sind. Gleichzeitig erfüllt der Helm Anforderungen an Sicherheit, Gewicht und Tragekomfort.

Den Kristallpokal nahm Louis Kaptur von der Fraunhofer Innovation Platform for Composites Research (London, ON/Canada) für das Fraunhofer ICT entgegen. | Foto: CAMX 2025
Den Kristallpokal nahm Louis Kaptur von der Fraunhofer Innovation Platform for Composites Research (London, ON/Canada) für das Fraunhofer ICT entgegen. | Foto: CAMX 2025

„Unser Helm ist nicht nur innovativ, sondern dank des Monomaterial-Ansatzes auch kreislauffähig“, erklärt Anna Krüger vom Fraunhofer ICT. „Das Produkt steht für ein erfolgversprechendes Composite-Materialdesign im Sinne einer nachhaltigen Zukunft.“

„Wir sind überzeugt von der Innovationskraft unserer Produktentwicklungen und möchten damit nachhaltiges Denken und Handeln weltweit voranbringen“, so Krüger weiter.

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