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Dachser erzielt 2025 Rekordumsatz von 8,3 Mrd. Euro

04.05.2026

Der Logistikdienstleister Dachser schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von rund 8,3 Milliarden Euro ab – ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und zugleich ein neuer Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Die beförderte Tonnage stieg auf 46,7 Millionen Tonnen (+5,8 Prozent), die Zahl der Sendungen erhöhte sich auf 86,2 Millionen (+3,6 Prozent).

Dachser erzielte 2025 einen Rekordumsatz von 8,3 Milliarden Euro - ein Plus von 3,1 Prozent trotz stagnierender europäischer Märkte und globaler Handelsunsicherheiten durch US-Zölle. | Foto: Helmut Bauer
Dachser erzielte 2025 einen Rekordumsatz von 8,3 Milliarden Euro – ein Plus von 3,1 Prozent trotz stagnierender europäischer Märkte und globaler Handelsunsicherheiten durch US-Zölle. | Foto: Helmut Bauer

Wesentlichen Anteil an diesem Wachstum hatten die Zukäufe der Vorjahre, darunter Dachser & Fercam Italia, Brummer in Süddeutschland und Österreich sowie Frigoscandia in den nordischen Ländern, die 2025 erstmals in vollem Umfang zum Konzernumsatz beitrugen. Ohne diese Akquisitionen hätte das organische Wachstum lediglich 0,3 Prozent betragen.

Landverkehr und Lebensmittellogistik als Wachstumstreiber

Das Business Field Road Logistics, das den Transport und die Lagerung von Industrie- und Konsumgütern sowie Lebensmitteln bündelt, steigerte seinen Umsatz um rund 7 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Die Sendungen nahmen um 3,7 Prozent zu, die Tonnage um 6,2 Prozent. Innerhalb dieses Bereichs überschritt die Business Line European Logistics mit 5,1 Milliarden Euro erstmals die 5-Milliarden-Umsatzmarke – ein Zuwachs von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dachser gewann in diesem Segment trotz stagnierender europäischer Kernmärkte und hohem Kosten- und Wettbewerbsdruck Marktanteile.

Besonders dynamisch entwickelte sich die Business Line Food Logistics: Begünstigt durch die Zukäufe erhöhte der Logistikdienstleister Dachser seinen Umsatz in diesem Bereich um 10,1 Prozent auf über 1,8 Milliarden Euro. CEO Burkhard Eling kommentierte dies so: „Mit der Integration unserer Zukäufe haben wir unser Umsatzvolumen in nur fünf Jahren nahezu verdoppelt, und damit ein neues europäisches Niveau erreicht.“

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Luft- und Seefracht unter Druck, Kontraktlogistik weiter ausgebaut

Das Business Field Air & Sea Logistics war 2025 von stark rückläufigen Seefrachtraten geprägt, insbesondere auf der Hauptroute von Asien nach Europa. Hinzu kamen leicht sinkende Luftfrachtraten sowie ein Markt, der sich nach einem guten Jahresstart infolge der US-Zollpolitik abkühlte. Der Umsatz sank um 12,6 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro – nach einem Wachstum von 22 Prozent im Vorjahreszeitraum. Eling verwies in diesem Zusammenhang auf die zunehmende Bedeutung global integrierter End-to-End-Dienstleistungen: Dachser vernetze die europäischen Landverkehre mit der Luft- und Seefracht, um durchgängige und resiliente Lieferketten für Kunden zu ermöglichen.

In der Kontraktlogistik – der Kombination aus Transport, Warehousing und kundenspezifischen Value-Added-Services – schuf Dachser 2025 an seinen weltweit 174 Warehouse-Standorten Kapazität für rund 240.000 zusätzliche Paletten. Damit überschritt der Logistikdienstleister erstmals die Marke von vier Millionen Palettenstellplätzen für Industrie- und Lebensmittelgüter.

Investitionen und Ausblick auf herausforderndes Marktumfeld

Dachser investierte 2025 rund 325 Millionen Euro in den Ausbau seines Netzwerks, in die Belegschaft sowie in Digitalisierung und Klimaschutzmaßnahmen. Für 2026 plant das Unternehmen eine Erhöhung des Investitionsvolumens auf über 350 Millionen Euro, um die Wettbewerbsposition langfristig zu stärken. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg im Berichtsjahr um rund 200 auf weltweit rund 37.500.

Für das laufende Jahr erwartet Dachser weiterhin volatile und schwer planbare Marktbedingungen. Burkhard Eling nannte dabei die Kampfhandlungen im Nahen Osten, die Luft- und Seefrachtkapazitäten auf der Route von Asien nach Europa verknappen, sowie hohe Treibstoffpreise, die den europäischen Transportmarkt zusätzlich belasten. Ungeachtet dessen kündigte Eling an, den strategischen Kurs des Unternehmens auch 2026 konsequent fortzusetzen.

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