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ECO2CELL Cube erhält Freigabe für CO₂-Elektrolyse

08.04.2026

Für den ECO2CELL Cube von GIG Karasek wurde in Attnang-Puchheim das behördliche Anzeigeverfahren erfolgreich abgeschlossen. Das offiziell bestätigte Sicherheitskonzept schafft die zentrale Voraussetzung für die kontrollierte Inbetriebnahme der CO₂-Elektrolyse-Einheit und die geplanten 24/7-Betriebsphasen.

ECO2CELL Cube als Teil des geförderten Green Frontrunner Programms. | Foto: GIG Karasek
ECO2CELL Cube als Teil des geförderten Green Frontrunner Programms. | Foto: GIG Karasek

Die containerisierte Anlage ist im Pilotmaßstab in einem 20-Fuß-Container untergebracht und für eine elektrische Leistung von bis zu 15 kW sowie eine CO₂-Umwandlungskapazität von bis zu 5,34 kg pro Stunde ausgelegt. Der ECO2CELL Cube ist Teil eines geförderten Green-Frontrunner-Programms, für das GIG Karasek den Zuschlag erhalten hat.

Strukturiertes Safety-Engineering als Grundlage der behördlichen CO₂-Elektrolyse-Freigabe

Das Genehmigungsverfahren für eine neuartige, containerisierte CO₂-Elektrolyse-Anlage stellt besondere Anforderungen an das Safety-Engineering. Die Abstimmung mit den Behörden erforderte detaillierte Gefährdungsbeurteilungen, ein Explosionsschutzkonzept sowie klar definierte Schutzmaßnahmen und dokumentierte Sicherheitsnachweise. Dieser Prozess konnte nun für den Standort Attnang-Puchheim abgeschlossen werden, womit ein wesentlicher Teil des Gesamtprojekts umgesetzt ist.

Mit der erfolgten Freigabe richtet sich der nächste Schritt auf den finalen Launch und die vollständige Inbetriebnahme aus. Ziel ist es, die Technologie als industriell einsetzbare Lösung zur CO₂-Nutzung zu etablieren.

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Elektrokatalytischer Prozess wandelt CO₂ in Methanol, Ameisensäure und weitere Verbindungen um

Die ECO2CELL-Einheit von GIG Karasek nutzt CO₂, Wasser und Strom in einem elektrokatalytischen Prozess zur Erzeugung höherwertiger Kohlenstoffverbindungen. Durch das Anlegen einer elektrischen Spannung werden die Reduktion von CO₂ an der Kathode und die Oxidation von Wasser zu Sauerstoff an der Anode angetrieben. Je nach angelegter Spannung und eingesetzten Katalysatoren entstehen unterschiedliche Endprodukte, darunter Methanol, Synthesegas, Ameisensäure und Ethylen.

Das Verfahren kommt ohne Wasserstoffzufuhr aus und arbeitet unter milden Prozessbedingungen bei Umgebungstemperatur und -druck. GIG Karasek hält das Patent auf diese Zelltechnologie, die ein breites Spektrum an Endprodukten ermöglicht und ein modulares, skalierbares Design aufweist. Die ECO2CELL Lab Plant erlaubt umfassende Versuche direkt an Industrieanlagen oder in der Forschungseinrichtung und richtet sich vor allem an kohlenstoffintensive Industrien.

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