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ENGEL hält Kurs mit 1,4 Mrd. EUR Umsatz

02.06.2026

Die ENGEL Gruppe schließt das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Umsatz von 1,4 Mrd. EUR ab – ein leichter Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig gewinnt der österreichische Maschinenbauer mehrere größere Kundenprojekte in den USA für technologisch anspruchsvolle Anwendungen und sieht die Region als das größte adressierbare Marktpotenzial der Unternehmensgruppe.

ENGEL Gruppe: Jahresumsatz 2025/26 bei 1,4 Mrd. EUR - der österreichische Maschinenbauer setzt auf Transformation und Zweimarkenstrategie. | Foto: ENGEL
ENGEL Gruppe: Jahresumsatz 2025/26 bei 1,4 Mrd. EUR – der österreichische Maschinenbauer setzt auf Transformation und Zweimarkenstrategie. | Foto: ENGEL

Das abgelaufene Geschäftsjahr stand im Zeichen struktureller Veränderungen in der Industrie, regional unterschiedlicher Investitionsdynamiken und anhaltenden Kostendrucks. Während das europäische Umfeld anspruchsvoll blieb, hat die Investitionstätigkeit in den USA wieder Fahrt aufgenommen. In Asien setzte die Unternehmensgruppe insbesondere in Südostasien und Indien als Zukunftsmärkten Impulse.

ENGEL-Transformation sichert Wettbewerbsfähigkeit bei Spritzgießmaschinen

Wachstum erzielte ENGEL vor allem durch technologisch anspruchsvolle Anwendungen. Der Bereich Technischer Spritzguss entwickelte sich unter anderem durch Aufträge für Logistik und Aerospace positiv, der Medizinbereich blieb auf hohem Niveau, während der Verpackungsbereich verhalten verlief. Vor diesem Hintergrund treibt ENGEL seine interne Transformation planmäßig voran.

„Die Herausforderungen bleiben in einer global sehr volatilen Welt bestehen“, sagt Stefan Engleder, CEO der ENGEL Gruppe. „Wir halten konsequent daran fest, unseren globalen Footprint und unsere leistungsfähige Sales- und Serviceorganisation weiter zu stärken, um Kunden weltweit gezielt zu unterstützen und Mehrwert für ihren Erfolg zu schaffen.“ Die internen Maßnahmen zielen darauf ab, die österreichischen Standorte gezielt auszurichten und gemeinsam mit den seit Jahrzehnten etablierten Auslandsproduktionswerken ein starkes Produktionsnetzwerk zu bilden.

Zweimarkenstrategie mit ENGEL und WINTEC

Im chinesischen Werk Changzhou wurden im Geschäftsjahr 2025/26 mehr als 1.000 Spritzgießmaschinen gebaut, rund 700 weitere Maschinen entstanden in den Werken Shanghai und Korea. Der starke Produktionsfootprint in Asien bildet die Grundlage für den Ausbau der Zweimarkenstrategie der Unternehmensgruppe.

Während ENGEL auf maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen setzt, ergänzt die Zweitmarke WINTEC das Portfolio mit standardisierten Applikationen für definierte Einsatzfelder – mit Fokus auf Wirtschaftlichkeit und schnelle Verfügbarkeit, erweitert um Automatisierungstechnik und digitale Lösungen.

Stabile Industriepolitik als Voraussetzung für Investitionen in Europa

Neben der internen Transformation bleiben die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Europa für ENGEL ein zentrales Thema. Das Unternehmen sieht verlässliche Perspektiven und faire Wettbewerbsbedingungen als entscheidend an, um industrielle Investitionen langfristig abzusichern.

„Europa braucht wieder eine stabile und langfristig orientierte Industriepolitik. Dazu gehören faire Wettbewerbsbedingungen, damit industrielle Investitionen planbar bleiben“, sagt Engleder. Die Forderung nach einem stabilen politischen Rahmen steht damit als dritte Säule neben der unternehmerischen Transformation und der globalen Marktbearbeitung.

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