Securikett hat ein Etikettensystem entwickelt, mit dem sich Trays manipulationssicher verschließen lassen, ohne dass ein Heißsiegelprozess nötig ist. Das Etikett übernimmt die Aufgabe, die bislang ein geschweißter Deckel erfüllt hat, und vereint Sicherung und Verschluss in einem einzigen Bauteil.

Grundlage dafür ist das Zusammenspiel mehrerer Verfahren, die in einem Deckeletikett gebündelt sind. Im Vordergrund stehen dabei zwei Eigenschaften, nämlich ein manipulationssicherer Nachweis von Eingriffen und die Möglichkeit, Zusatzfunktionen unmittelbar in das Etikett aufzunehmen.
Wie das Siegel Eingriffe am Tray sichtbar macht
Den Kern bildet ein manipulationssicheres Siegel mit integriertem VOID-Effekt. Wird eine Verpackung geöffnet oder unbefugt verändert, erscheint dieser Hinweis sofort auf dem Etikett, sodass ein Eingriff am Tray erkennbar bleibt und sich nicht verbergen lässt.
Hinter dieser Sicherung steht das Ineinandergreifen mehrerer Verfahren in einem einzigen Etikett. Eine integrierte VOID-Technologie, präzise aufgebrachte Silikonbeschichtungen, strukturierte Klebstoffschichten und passgenaues Stanzen sind so aufeinander abgestimmt, dass das Etikett Schutz vor Manipulation, technische Funktion und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben in einem Aufbau verbindet. Im selben Etikett lassen sich Zusatzfunktionen wie Belüftungslöcher oder Sichtfenster unterbringen, womit das Deckeletikett Schutzwirkung und funktionale Anforderungen für Tray- und Becherverpackungen in einem Bauteil abdeckt.
Versiegelung ohne Hitze ersetzt den geschweißten Deckel
Die Versiegelung der Schale kommt ohne Hitze aus. Statt eines herkömmlich geschweißten Deckels verschließt das Etikett den Tray selbst und wird über Etikettier- oder Dosiersysteme automatisch aufgebracht, wodurch sich der Verschluss in bestehende Produktionsabläufe einfügt.
„Wir haben mehrere Technologien so kombiniert, dass sie in einem einzigen Etikett zusammenarbeiten“, erklärt Vanessa Mitterer-Kling, Leiterin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Securikett. „Dadurch entsteht eine Verpackungslösung, die nicht nur manipulationssicher ist, sondern sich auch effizient in bestehende Produktionsprozesse integrieren lässt. Während manipulationssichere Sicherheitslösungen beispielsweise bei Geldtransportbeuteln bereits seit Jahren eingesetzt werden, eröffnet diese Entwicklung erstmals vergleichbare Sicherheitsmechanismen für Tray- und Becherverpackungen.“


