thyssenkrupp nucera hat den Auftrag für eine Front-End-Engineering- und Design-Studie erhalten, die die technische Grundlage für eine Elektrolyseanlage mit einer Leistung von 260 Megawatt schafft. Auftraggeber ist das Unternehmen Juno Joule Green Energy Private Limited.

Im Rahmen dieser Studie wird die Einbindung der alkalischen Wasserelektrolyse in eine umfassende Anlagenstruktur ausgearbeitet. Das Vorhaben ist Teil eines integrierten Konzepts zur Herstellung von grünem Wasserstoff und dessen Weiterverarbeitung zu Ammoniak, der vor allem für den Export nach Europa vorgesehen ist.
Wasserstoff im integrierten Anlagenkonzept
Im Rahmen der FEED-Studie entwickelt thyssenkrupp nucera ein Konzept zur Integration der alkalischen Wasserelektrolyse in die Anlageninfrastruktur von Juno Joule. Die Elektrolyse ist dabei Bestandteil eines integrierten Anlagenkomplexes, der die Herstellung von grünem Wasserstoff mit der anschließenden Produktion von grünem Ammoniak verbindet.
Das Projekt wird von Juno Joule gemeinsam mit der SELECT Energy GmbH umgesetzt und umfasst entsprechend verknüpfte Anlagen zur Wasserstoff- und Ammoniakproduktion. Der erzeugte Ammoniak ist als RFNBO-konformes Produkt ausgelegt und soll vor allem nach Europa exportiert werden, wo er in verschiedenen Industrien eingesetzt werden kann. Grundlage für die Produktion ist die Nutzung erneuerbarer Energiequellen in der Region, wobei eine Kombination aus Solar-, Wind- und Wasserkraft vorgesehen ist.
Nach Abschluss der FEED-Phase planen thyssenkrupp nucera und Juno Joule die weitere Entwicklung des Projekts und prüfen die nächsten Schritte, darunter einen möglichen Vertrag über Engineering, Procurement und Fabrication. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt einer endgültigen Investitionsentscheidung, die für das Geschäftsjahr 2026/2027 angestrebt wird.
Für thyssenkrupp nucera ist das Vorhaben das erste Projekt für grünen Wasserstoff in Indien. Ergänzend dazu hat das Unternehmen kürzlich eine Partnerschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit geschlossen, um die Entwicklung von Märkten für grünen Wasserstoff und Power-to-X in Indien voranzutreiben und Potenziale entlang der Wertschöpfungskette zu erschließen.


