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Flexible Barriereverpackungen werden heimkompostierbar

03.08.2026

BASF hat ihr zertifiziert kompostierbares ecovio®-Portfolio um neue Typen erweitert, mit denen sich flexible Barriereverpackungen herstellen lassen, die am Ende ihres Lebenszyklus organisch oder über den Papierkreislauf verwertet werden können. Hersteller flexibler Verpackungen und Markenartikelfirmen können damit Barriereeigenschaften und End-of-Life-Optionen gezielt an ihre Anwendungen, Verarbeitungstechnologien und die geltenden gesetzlichen Vorgaben anpassen.

Das zertifiziert heimkompostierbare Biopolymer ecovio® kann jetzt auch dafür eingesetzt werden, unterschiedliche Barriereaufbauten auf Papier- oder Kunststoffsubstraten für flexible Verpackungen herzustellen. | Foto: BASF
Das zertifiziert heimkompostierbare Biopolymer ecovio® kann jetzt auch dafür eingesetzt werden, unterschiedliche Barriereaufbauten auf Papier- oder Kunststoffsubstraten für flexible Verpackungen herzustellen. | Foto: BASF

Die heimkompostierbaren ecovio®-Typen lassen sich untereinander kombinieren und auf Papier- wie auf Kunststoffsubstraten zu unterschiedlichen Barriereaufbauten verarbeiten. So entstehen Verpackungen, die in ihrer Leistung etablierten Lösungen entsprechen und sich zugleich für Güter des täglichen Bedarfs eignen, von Lebensmitteln und Getränken über Körperpflege- und Medizinartikel bis zu Tiernahrung.

Anpassbare Barrieren auf bestehenden Anlagen verarbeitbar

Die neuen ecovio®-Typen bilden einen Baukasten, der Schutz gegen unterschiedliche Belastungen abdeckt und zugleich als Siegelschicht dient. Die einzelnen Typen lassen sich dabei untereinander zu unterschiedlichen Barriereaufbauten kombinieren. Der Baukasten bietet anpassungsfähige Barrieren gegen Fett, Öl, Wachse und Flüssigkeiten sowie Hochbarrieren gegen Sauerstoff und Feuchtigkeit, sodass sich Barriereverpackungen für sehr unterschiedliche Füllgüter auslegen lassen.

Die Verarbeitung ist auf bestehenden Anlagen möglich. Je nach Type eignen sich die Materialien für die Extrusionsbeschichtung, die Folien- oder Castfolienextrusion sowie für die Kaschierung mittels Extrusion, Klebstoffen oder Wärme, und zwar sowohl in Mono- als auch in Multischicht-Strukturen. Möglich sind sogar ultra-dünne biaxial verstreckte Folien, die neue Wege für heimkompostierbare Verpackungen öffnen. Das für den Lebensmittelkontakt zugelassene ecovio® bietet dabei gute mechanische und ausgezeichnete optische Eigenschaften einschließlich einer hohen Transparenz.

„Mit dem neuen ecovio®-Portfolio bieten wir Herstellern flexibler Verpackungen einen modularen Materialbaukasten, der ihnen größere Designfreiheit gibt: Sie können Barriereleistung, Verarbeitungstechnologie und Recyclingoptionen an ihre spezifischen Anwendungsanforderungen und Nachhaltigkeitsziele anpassen“, sagt Michael Bernhard Schick vom globalen Business Management Biopolymere bei BASF. „Damit unterstützen wir Verarbeiter und Markenartikelhersteller bei der Entwicklung leistungsfähiger Verpackungslösungen, wobei sie End-of-Life-Möglichkeiten bereits in der Entwicklungsphase der Produkte berücksichtigen können.“

Barriereverpackungen mit Wahl zwischen Kompost und Papierkreislauf

Wie eine Verpackung aus zertifiziert kompostierbarem ecovio® am Ende verwertet wird, hängt von Substrat und Verpackungsdesign ab. Papier- und kartonbasierte Verpackungen lassen sich über etablierte Papierrecyclingströme mit hoher Faserausbeute recyceln, bei starker Verschmutzung mit Lebensmittelresten ist zusätzlich organisches Recycling möglich. Flexible Kunststoffverpackungen aus ecovio® können im Heimkompost oder in der industriellen Kompostierung organisch verwertet werden, ohne langlebiges Mikroplastik zu bilden. Je nach Type ist das Material mit einem biobasierten Anteil bis zu 80 Prozent oder als zertifiziert biomassenbilanziertes Material erhältlich.

Der Anwendungsbereich der neuen Barriereverpackungen reicht über zahlreiche FMCG-Füllgüter. Beutel, Portionstütchen, Schalen oder Schachteln können für heiße oder kalte, trockene, feste, flüssige oder fetthaltige Produkte ausgelegt werden, von Kaffee, salzigen Snacks, Müsli und Schokoriegeln über Eiscreme, Saucen, Ketchup und Mayonnaise bis hin zu Fleisch, Fisch und Käse sowie Shampoo, Körperlotionen und weiteren Körperpflegeprodukten. Damit decken die Barriereverpackungen sowohl die Wertschöpfungskette Kunststoff als auch jene des Papiers ab.

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