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Fraunhofer FEP erhält Genehmigung für Biologische Schutzstufe 2

13.05.2026

Das Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP in Dresden hat die behördliche Genehmigung für Tätigkeiten mit biologischer Schutzstufe 2 erhalten. Die zuständige Landesdirektion Sachsen erteilte die Zulassung im November 2025 nach einer eingehenden Begehung des Laborkomplexes im Neubau RESET E.

Sichere Entsorgung biologischer Materialien: Nach Abschluss der Versuche werden Bakteriensuspensionen im Autoklaven sicher inaktiviert. | Foto: Fraunhofer FEP, Finn Hoyer
Sichere Entsorgung biologischer Materialien: Nach Abschluss der Versuche werden Bakteriensuspensionen im Autoklaven sicher inaktiviert. | Foto: Fraunhofer FEP, Finn Hoyer

Damit stehen dem Institut und seinen Kooperationspartnern aus Industrie und Forschung deutlich erweiterte Versuchsmöglichkeiten offen. Die neue Einstufung erlaubt das Arbeiten mit humanen Proben, Umweltproben und moderat pathogenen Erregern – Organismen, die unter Schutzstufe 1 nicht zugelassen gewesen wären.

Biologische Schutzstufe 2 erschließt praxisnahe Forschungsfelder

Mit der biologischen Schutzstufe 2 erfüllt das Fraunhofer FEP nun alle behördlichen Anforderungen für den sicheren Umgang mit Mikroorganismen der Risikogruppe 2 – Biostoffe, die zwar Krankheiten beim Menschen hervorrufen können, bei denen aber eine Ausbreitung in der Bevölkerung als unwahrscheinlich gilt und wirksame Behandlungsmöglichkeiten bestehen. Das Labor im Neubau RESET E ist technisch und räumlich entsprechend ausgelegt.

Gegenüber der bisherigen Schutzstufe 1 bedeutet die neue Zulassung eine erhebliche Ausweitung des wissenschaftlichen Handlungsspielraums. Experimente können nun unter Bedingungen durchgeführt werden, die realen Anwendungsszenarien deutlich näherkommen. Gleichzeitig geht mit der strengeren Regulierung eine höhere Qualitätssicherung und Compliance einher – ein Faktor, den das Fraunhofer FEP als Wettbewerbsvorteil für Kunden und Projektpartner einstuft.

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Hinter dieser Tür wird Zukunft erforscht: Blick in unseren Schutzstufenbereich. | Foto: Fraunhofer FEP, Finn Hoyer
Hinter dieser Tür wird Zukunft erforscht: Blick in unseren Schutzstufenbereich. | Foto: Fraunhofer FEP, Finn Hoyer

Die Biomedizinische Laboreinheit deckt experimentelle Arbeiten aus den Bereichen Chemie, Biologie, Biotechnologie, Bioanalytik und Zellbiologie ab. Die Projekte orientieren sich an den strategischen Themen des Instituts: biotechnologische Ressourcengewinnung, Hygienisierung, Gewebeaufbereitung, Smart Farming sowie Wasser- und Abwasseraufbereitung. Neben internen Forschungsvorhaben werden auch kunden- und projektspezifische Versuchsaufbauten realisiert. Alle Schritte der Probenvorbereitung, -herstellung und -analyse finden inhouse statt – auf Basis aktueller DIN-Normen und nach dem Stand der Technik.

Neue Kooperationspotenziale für Life Science und Biotechnologie

Marleen Dietze, Beauftragte für Biologische Sicherheit am Fraunhofer FEP, beschreibt die Bedeutung der Genehmigung so: „Die Genehmigung der biologischen Schutzstufe 2 ist das Ergebnis intensiver, engagierter Arbeit aller beteiligten Akteure. Sie eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten, unseren Kunden und Projektpartnern noch praxisrelevantere Lösungen zu bieten. Mit dieser Genehmigung können wir Forschungsfragen bearbeiten, die vorher außerhalb unserer Reichweite lagen. Das stärkt erheblich die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Instituts.“

Das Fraunhofer FEP plant für die kommenden Jahre den Ausbau seines Serviceportfolios, die Erweiterung des Technologieparks sowie den Aufbau eines breiteren Mikroorganismen- und Zellbestands. Das Labor steht sowohl Industriekunden als auch öffentlichen Institutionen als Technologie- und Servicepartner zur Verfügung. Gezielt angesprochen werden Akteure aus den Bereichen Life Science, Umwelt- und Biotechnologie – in verschiedenen Kooperationsformen je nach Projektbedarf. Die Stärke des Instituts liegt dabei in der durchgängigen Inhouse-Bearbeitung – von der Probenvorbereitung bis zur Ergebnisauswertung, auf Basis aktueller DIN-Normen und in Übereinstimmung mit dem Stand der Technik.

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