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Fraunhofer IAPT erforscht Additive Fertigung in der Dichtungstechnik

20.02.2025

Die Dichtungstechnik entwickelt sich weiter: Das Fraunhofer IAPT untersucht in einer neuen Studie, wie Additive Fertigung die Herstellung von Silikondichtungen effizienter, flexibler und wirtschaftlicher machen kann. Im Fokus stehen Materialeigenschaften, chemische Beständigkeit und Oberflächenqualität.

Das Fraunhofer IAPT plant eine Studie zu Additiver Produktion mit Silikonen für Anwendungen in der Dichtungstechnik. | Foto: Catharina Clemens / Fraunhofer IAPT
Das Fraunhofer IAPT plant eine Studie zu Additiver Produktion mit Silikonen für Anwendungen in der Dichtungstechnik. | Foto: Catharina Clemens / Fraunhofer IAPT

Unternehmen aus Branchen wie Maschinenbau, Chemie und Automobil können sich aktiv beteiligen und eigene Fragestellungen einbringen. Die Ergebnisse sollen zeigen, inwieweit Additive Manufacturing (AM) als Ergänzung zu konventionellen Methoden geeignet ist und neue Möglichkeiten für individuelle Dichtungsgeometrien sowie eine flexiblere Fertigung eröffnet.

Fragen und Methodik der Studie

Die angekündigte Studie des Fraunhofer IAPT untersucht, ob additiv hergestellte Silikondichtungen die hohen Ansprüche der Industrie an mechanische Eigenschaften und chemische Beständigkeit erfüllen. Im Zentrum der Studie stehen Tests zur Identifikation geeigneter Materialien und Technologien und ihre Validierung.

Gemeinsam mit Industriepartnern planen die Experten des Fraunhofer IAPT Materialien zur Identifikation geeigneter AM-Werkstoffe zu analysieren. Die Untersuchungen umfassen zudem die Oberflächenqualität mit Blick auf Rauheit und Funktionalität sowie Oberflächengüte, Freiheitsgrade des Designs und Hart-Weich-Verbindungen. Auf dieser Grundlage erfolgt eine Bewertung des Nutzens von AM als Ergänzung konventioneller Fertigungsmethoden.

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Ziele und Nutzen für die Industrie

Die Studie verspricht der Industrie wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft der Dichtungstechnik. Mit Additiver Produktion erübrigt sich die kostspielige Herstellung von Werkzeugen für Prototypen oder komplexe Dichtungsgeometrien. Eine Studienteilnahme lohnt sich besonders für Unternehmen, die mit kleinen Stückzahlen kurzfristig auf Marktveränderungen reagieren oder individuelle Kundenwünsche erfüllen möchten. Darüber hinaus unterstützt AM die dezentrale Produktion und damit die Unabhängigkeit von Lieferketten.

Das Projekt zielt darauf, Vorteile von AM wie die günstige Herstellung kleiner Auflagen oder komplexer Formen für die Dichtungstechnik zu erschließen. | Foto: Catharina Clemens / Fraunhofer IAPT
Das Projekt zielt darauf, Vorteile von AM wie die günstige Herstellung kleiner Auflagen oder komplexer Formen für die Dichtungstechnik zu erschließen. | Foto: Catharina Clemens / Fraunhofer IAPT

Nähere Informationen zu dieser und weiteren Crowdfunding-Studien des Fraunhofer IAPT finden Interessenten unter Additive Studies.

Über das Fraunhofer IAPT

Das Fraunhofer IAPT steht für nachhaltige Innovationen auf dem Gebiet der Additiven Fertigung. Das Portfolio umfasst Forschung- und Entwicklung entlang der kompletten AM-Fertigungsroute – von einzigartigen Bauteildesigns und Systemlösungen, auch auf Prozess- und Materialebene, bis hin zu Fabrikplanung und Virtualisierung. Von der grundlegenden Idee und Machbarkeit bis zur industriellen Implementierung in neuen oder vorhandenen Produktionsumgebung werden alle Aspekte der additiven Fertigungsroute lückenlos end-2-end betrachtet. Ein besonderer Fokus gilt dabei den gesellschaftlich relevanten Zukunftsthemenfeldern Life Science, Energie, Mobilität sowie Security und Defense. Unser übergeordnetes Ziel ist, dass additive Produktionstechnologien industriell eingesetzt werden und so signifikant zu steigender Produktivität, Ressourcenschonung, Resilienz und Wohlstand beitragen.

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