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Gabriel-Chemie erweitert Portfolio um PFAS-freie PPA

20.07.2026

Die Gabriel-Chemie Group nimmt PFAS- und silikonfreie PPA-Masterbatches auf kohlenwasserstoffbasierter Grundlage in ihr Portfolio auf. Unter der Bezeichnung MAXITHEN PFAS-free PPA stellt das Unternehmen Additivmasterbatches für moderne Extrusionsanwendungen bereit, die Prozesseffizienz, Produktqualität und regulatorische Sicherheit miteinander verbinden sollen.

Die Gabriel-Chemie Group erweitert ihr Portfolio um PFAS- und silikonfreie PPA-Masterbatches auf kohlenwasserstoffbasierter Basis. | Bild:  Gabriel-Chemie
Die Gabriel-Chemie Group erweitert ihr Portfolio um PFAS- und silikonfreie PPA-Masterbatches auf kohlenwasserstoffbasierter Basis. | Bild: Gabriel-Chemie

Die Masterbatches sind als Alternative zu klassischen PFAS-basierten Systemen angelegt und richten sich an Kunststoffverarbeiter, die sich auf veränderte regulatorische Vorgaben einstellen müssen. Mehrere der neuen PFAS-freien Varianten haben die Produktentwicklung bereits abgeschlossen und erfüllen aktuelle Richtlinien einschließlich der Anforderungen an den Lebensmittelkontakt.

Wie PPA-Masterbatches die Extrusion stabilisieren

Polymer Processing Aids bilden im Extruder eine Gleitschicht zwischen der Polymerschmelze und der Maschinenwand. Dadurch verringert sich der Unterschied der Fließgeschwindigkeiten innerhalb der Schmelze, sodass Druck und Reibung im Werkzeug sinken und sich typische Verarbeitungsprobleme gezielt mindern lassen. Zu diesen Problemen zählen Düsenablagerungen, die als Die Build-Up auftreten, sowie der Schmelzebruch, der sich als Sharkskin auf der Oberfläche zeigt.

Eingesetzt werden die Additive in einem breiten Anwendungsfeld, das von Blasfolien und Flachfolien über Fasern und Tapes bis zu Rohrextrusion und Recyclinganwendungen reicht. Neben einer höheren Prozessstabilität vermeiden sie Stick-Slip-Effekte, erhöhen die Transparenz und die Oberflächenqualität und sorgen bei Blasfolien für eine gleichmäßige Foliendicke. Zugleich lassen sich Ausstoß und Prozesseffizienz steigern.

Vergleichbare Wirksamkeit ohne fluorierte Verbindungen

In großindustriellen Produktionstests erreichten die MAXITHEN PFAS-free PPA-Masterbatches eine mit klassischen PFAS-basierten Systemen vergleichbare Wirksamkeit bei Prozessstabilität und Produktqualität. Die kohlenwasserstoffbasierten Formulierungen kommen dabei ohne PFAS und ohne Silikon aus.

Besonders in Blasfolienanwendungen zeigten sich eine hohe Transparenz, glatte Oberflächen und eine gleichmäßige Foliendicke. Gleichzeitig gingen Düsenablagerungen und Maschinendruck zurück, sodass stabile Produktionsbedingungen erhalten blieben.

Was die PPWR ab August 2026 für Verpackungen ändert

Klassische PPA-Systeme beruhen häufig auf PFAS, die aufgrund ihrer niedrigen Oberflächenenergie und ihrer guten Gleiteigenschaften lange als Industriestandard galten. Mit der zunehmenden Diskussion um gesundheitsschädigende Eigenschaften von PFAS und mit den Vorgaben der europäischen Packaging and Packaging Waste Regulation, kurz PPWR, gewinnen fluorfreie Technologien an Bedeutung.

Die PPWR sieht ab August 2026 ein strenges Verbot von PFAS in Lebensmittelverpackungen vor, mit Grenzwerten im Bereich von parts per billion. Für mehrere der PFAS-freien Masterbatches von Gabriel-Chemie ist die Produktentwicklung bereits abgeschlossen, sie erfüllen aktuelle regulatorische Richtlinien einschließlich des Lebensmittelkontakts.

Trägermaterialien und erste Farbkombinationen

Das erweiterte Sortiment umfasst PFAS-freie, silikonfreie sowie silikonbasierte PPA-Masterbatches auf Polyethylen- und Polypropylenträgern. Damit lassen sich unterschiedliche Extrusionsprozesse und Materialanforderungen abdecken.

Darüber hinaus hat Gabriel-Chemie erste Farb- und PPA-Kombinationslösungen entwickelt, um komplexe Anwendungen künftig gezielter auf individuelle Farb- und Verarbeitungsanforderungen abzustimmen. Die Lösungen entstehen aus laufender Entwicklungsarbeit und umfangreichen Praxistests.

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