Der hoch schlagzähmodifizierte und kohlefaserverstärkte Hochleistungskunststoff Ultramid® A3XZC3 ESD von BASF bildet die Trageplatte des Pressluftatmers M1 des Sicherheitstechnik-Anbieters MSA. Das Bauteil verbindet zuverlässigen Flammschutz mit hoher mechanischer Belastbarkeit und einem reduzierten Oberflächenwiderstand, wie er für Feuerwehreinsätze gefordert ist.

Ausgelegt ist der Werkstoff für Anwendungen mit erhöhter Schlagzähigkeit und besonderen elektrischen Eigenschaften. Der Pressluftatmer M1 kommt dabei nicht nur in anspruchsvollen technischen Anwendungen zum Einsatz, sondern auch im täglichen Dienst, unter anderem bei der Werkfeuerwehr der BASF.
Geprüfter Flammschutz sichert die Funktion unter Hitze
Der Hochleistungskunststoff Ultramid® A3XZC3 ESD vereint drei für Feuerwehranwendungen entscheidende Eigenschaften, nämlich zuverlässigen Flammschutz, hohe mechanische Stabilität und einen reduzierten Oberflächenwiderstand. Der Flammschutz erreicht ab einer Wandstärke von 1,5 Millimetern die Klassifizierung V-0 und stellt sicher, dass die Funktion der Pressluftatmer auch bei thermischer Belastung erhalten bleibt.
Belegt wird die Flammbeständigkeit durch einen Beflammungstest eines unabhängigen Prüfinstituts, den das fertig montierte Gerät bestanden hat. Nach direkter Beflammung blieb die Funktionsfähigkeit uneingeschränkt erhalten. „Mit Ultramid® A3XZC3 ESD haben wir ein Produkt mit hervorragendem Flammschutz, sehr guten elektrostatischen Eigenschaften und hoher mechanischer Stabilität geschaffen. Bei BASF Performance Materials freuen wir uns besonders, dass die BASF-Werkfeuerwehr nun ebenfalls auf dieses leistungsfähige Material setzt und damit in ihren Pressluftatmern von MSA auf höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit vertraut“, sagt Frank Ehret, Teamleiter Technischer Service Engineering Plastics bei BASF.
Reduzierter Oberflächenwiderstand für explosionsgefährdete Bereiche
In explosionsgefährdeten Bereichen wie Industrie- oder Biogasanlagen kommt es auf die elektrischen Eigenschaften des Hochleistungskunststoffs an. Der reduzierte Oberflächenwiderstand verringert dort die elektrostatische Aufladung und verhindert dadurch eine Funkenbildung.
Grundlage dieser Eigenschaften ist ein hoch schlagzähmodifizierter Spritzgusswerkstoff, der kohlefaserverstärkt ist und einen reduzierten Oberflächenwiderstand aufweist. Der auf rotem Phosphor basierende Flammschutz ist für Einsatzbereiche ausgelegt, in denen erhöhte Schlagzähigkeit und spezifische elektrische Eigenschaften gefordert sind.
Die aus dem Hochleistungskunststoff gefertigte Trageplatte des Pressluftatmers verfügt über zwei große Öffnungen und einen Tragerahmen, mit dem verletzte oder bewusstlose Einsatzkräfte aus Gefahrenzonen gezogen werden können. Der Griff ist für Notfallbelastungen von bis zu 200 Kilogramm ausgelegt und entspricht damit den praxisrelevanten Anforderungen.
MSA ist ein weltweit tätiger Anbieter für Atemschutzgeräte und Sicherheitstechnik. Für das Atemschutzsystem M1 wurde ein spezielles Bauteilkonzept entwickelt, das die Anforderungen von Feuerwehreinsätzen adressiert.


