Messer SE & Co. KGaA, der weltweit größte privat geführte Industriegasespezialist, schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 4,5 Milliarden Euro und einem EBITDA von 1,4 Milliarden Euro ab – bei einer EBITDA-Marge von 31 Prozent. Die Nettoverschuldung sank um 304 Millionen Euro auf 3,2 Milliarden Euro.

Parallel dazu investierte das Unternehmen 747 Millionen Euro in neue Produktionsanlagen und die Modernisierung bestehender Werke – ein Volumen, das Messers Engagement für Kapazitätsausbau trotz eines von geopolitischen Spannungen geprägten Umfelds unterstreicht. Die Mitarbeiterzahl stieg auf über 12.000.
Investitionsschwerpunkte im Industriegase-Bereich und Aufbau globaler Kapazitäten
Der Großteil der 747 Millionen Euro floss 2025 in den Bau von Luftzerlegungsanlagen in den USA, China und Vietnam sowie in CO2-Produktionsanlagen und Gasflaschenabfüllwerke in Europa. Hinzu kamen Investitionen in Produktionsanlagen bei Kunden sowie in Technologien zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse. Messer verfolgte dabei eine umsichtige Kapitalallokationsstrategie, die auf nachhaltige Lösungen und die Unterstützung der Energiewende ausgerichtet ist.
Bereits im Jahr 2024 hatte das Unternehmen in Heliumanlagen und -reserven in den USA investiert. Diese Maßnahmen stärkten Messers Beschaffungskapazitäten und operative Flexibilität bei der Kundenversorgung – ein Effekt, der 2025 zur Gesamtstabilität beitrug.
Regionale Umsatzentwicklung gestützt durch breites Kundenportfolio
Messers internationales Geschäft basiert auf einem „Local-for-Local“-Ansatz, der alle Regionen mit einem ausgewogenen Portfolio an Produkten, Endmärkten und Kunden versorgt. Währungsbereinigt verzeichneten alle Regionen ein Umsatzwachstum. In Asien trieben die Bereiche Elektronik und Batteriematerialien sowie die Stahlindustrie das Wachstum – trotz eines deflationären Umfelds in China. In Europa stützte die steigende Nachfrage aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie nach medizinischen Gasen die Entwicklung. In Nord- und Südamerika kamen die stärksten Impulse aus der Luft- und Raumfahrt, der Elektronik sowie der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.
Bernd Eulitz, CEO der Messer SE & Co. KGaA, kommentierte die Ergebnisse: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Messer ein stabiles und solides Unternehmen ist, das auch in herausfordernden Zeiten erfolgreich agiert. Unsere starke Bilanz und gezielte Investitionen in zukunftsorientierte Märkte und Technologien sichern unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit.“
Dekarbonisierung, Digitalisierung und Ausblick auf 2026
Neben dem Kapazitätsausbau setzte Messer 2025 Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte auf innovative Anwendungstechnologien in allen Branchen, den Einsatz von grünem Wasserstoff bei Kunden sowie die Digitalisierung interner Prozesse. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein makroökonomisches Umfeld, das weiterhin von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt sein wird. Währungsbereinigt wird sowohl beim Umsatz als auch beim EBITDA ein Anstieg erwartet.
Eulitz blickt dennoch zuversichtlich voraus: „Wir blicken optimistisch in die Zukunft. Mit unserer klaren strategischen Ausrichtung, unserer finanziellen Stärke und unserem Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit sind wir hervorragend positioniert, um die Chancen der kommenden Jahre zu nutzen.“ Das Unternehmen plant, seine Marktposition durch anhaltend hohe Investitionen in wachstumsstarken Regionen und Technologien auszubauen, was einen leichten Anstieg der Nettoverschuldung nach sich ziehen wird.


