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KeSafe integriert Sicherheitstechnik in die Automation

29.07.2026

Mit KeSafe hat KEBA eine integrierte Sicherheitstechnik entwickelt, die funktionale Sicherheit unmittelbar in die Automatisierungsplattform einbettet und Maschinen, Roboter und Bediener zuverlässig zusammenwirken lässt. Das System ist darauf ausgelegt, Risiken früh zu erkennen, Mensch und Anlage zu schützen und den Produktionsfluss stabil zu halten.

Mit KeSafe bündelt KEBA seine Sicherheitslösungen zu einem skalierbaren und modular aufgebauten System, das Maschinen, Roboter und Menschen zuverlässig interagieren lässt. | Bild: KEBA
Mit KeSafe bündelt KEBA seine Sicherheitslösungen zu einem skalierbaren und modular aufgebauten System, das Maschinen, Roboter und Menschen zuverlässig interagieren lässt. | Bild: KEBA

Hintergrund ist die zunehmende Vernetzung und Komplexität moderner Industrieanlagen, in denen IT- und OT-Systeme immer enger zusammenwachsen. Damit Sicherheit ihren vollen Nutzen entfaltet, muss sie bereits in Maschinenkonstruktion und Steuerung angelegt sein, statt nachträglich aus einzelnen Werkzeugen zusammengesetzt zu werden.

Verzahnte Safety und Automatisierung erhöht die Anlagenverfügbarkeit

Den größten Nutzen entfaltet eine integrierte Sicherheitstechnik dann, wenn sie nahtlos in die Automatisierungsplattform und in das Bedienkonzept der Maschine eingebettet ist. Eine einheitliche Systembasis senkt den Schnittstellenaufwand, vereinfacht die Diagnose und sorgt dafür, dass sicherheitsrelevante Informationen ohne Medienbrüche verarbeitet werden. Bereits im Grunddesign verringern sich dadurch Variantenvielfalt und Verkabelungsaufwand.

Eng verzahnt steigern Safety und Automatisierungstechnik zugleich die Verfügbarkeit der Anlage. Integrierte Systeme überwachen Bewegungen und Zustände fortlaufend, erkennen mögliche Störungen frühzeitig und können sie kompensieren, ohne ganze Prozesse zu unterbrechen. Weil alle relevanten Daten zentral vorliegen, fallen Stillstände kürzer aus und die Fehlerdiagnose gelingt schneller.

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Normkonforme Umsetzung verlangt durchgängige Konzepte

Die Umsetzung einer integrierten Sicherheitstechnik ist anspruchsvoll, weil moderne Industrieanlagen zahlreiche normative, technische und organisatorische Vorgaben erfüllen müssen. Mit der wachsenden Vernetzung von IT und OT entstehen größere Angriffsflächen und zusätzliche Schnittstellen, die abgesichert werden müssen. Setzen Unternehmen dafür nur einzelne oder isolierte Werkzeuge ein, drohen Sicherheitslücken.

Regelwerke wie IEC 62443, ISO 27001, EN 50742, NIS 2 oder der Cyber Resilience Act stellen hohe Anforderungen an Dokumentation, Risikobewertung und Umsetzung. Safety-Experten können dabei unterstützen, diese Vorgaben effizient zu erfüllen und typische Umsetzungsfehler zu vermeiden.

Skalierbare Sicherheitstechnik für Maschinen und Roboter

Mit KeSafe bündelt KEBA seine Sicherheitslösungen zu einem skalierbaren und modular aufgebauten System, das Maschinen, Roboter und Menschen zuverlässig interagieren lässt. Drei Funktionsstufen decken unterschiedliche Anforderungen ab: KeSafe PLC für sichere Logikfunktionen, KeSafe Motion für sichere Achsanwendungen und KeSafe Robotics für sichere Roboterfunktionen.

Beispiel einer Maschinenbau Automationslösung mit integrierter Sicherheitstechnik. | Bild: KEBA
Beispiel einer Maschinenbau Automationslösung mit integrierter Sicherheitstechnik. | Bild: KEBA

Das System folgt dem Prinzip Safety by Design und ist für Anforderungen bis Kategorie 4 / PL e und SIL 3 ausgelegt, wie sie etwa in der Robotik und bei komplexen Maschinen gelten. Dank seiner Skalierbarkeit lässt es sich an verschiedene Maschinenoptionen und Varianten anpassen und eignet sich für Roboteranlagen, Maschinen mit gefährlichen Bewegungen sowie für Verpackungs-, Montage- und Produktionsanlagen. Auch im Sondermaschinenbau und bei Serienmaschinen mit individuellen Sicherheitskonzepten kommt diese Anpassbarkeit zum Tragen.

Frei programmierbare Sicherheitstechnik über KeStudio SafeEdit

Frei programmierbare Software erlaubt es, Sicherheitsfunktionen individuell an Maschinen, Anlagen und Produktionsprozesse anzupassen. Bei KeSafe lassen sich Sicherheitslogiken so definieren, dass sowohl einfache Logikfunktionen als auch komplexe Bewegungs- und Robotersicherheitsanwendungen konfigurierbar sind. Die Programmierung erfolgt über das Engineering-Werkzeug KeStudio SafeEdit.

Mit KeStudio SafeEdit lassen sich Sicherheitsapplikationen grafisch erstellen, bearbeiten und normgerecht validieren, von der Planung über die Implementierung bis zur Abnahme. Zertifizierte, wiederverwendbare Funktionsbausteine erlauben die Anpassung an unterschiedliche Maschinenvarianten und Robotertypen. KEBA begleitet Unternehmen bereits in frühen Projektphasen und unterstützt bei der Entwicklung von Sicherheitsapplikationen sowie bei der Inbetriebnahme von Maschinen und Robotern, sodass alle Sicherheitsfunktionen normgerecht implementiert und getestet werden.

Markus Winter, Strategic Product Manager für funktionale Sicherheit bei KEBA, ordnet die Entwicklung so ein: „Die Zukunft der Automation ist softwaredefiniert, und integrierte Sicherheitstechnik ist ihr natürlicher Bestandteil.“

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