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Linienstrategie sichert flexible Getränkeproduktion

26.08.2026

Mit einer ganzheitlichen Linienstrategie bündelt die KHS Gruppe aus Dortmund ihr Verpackungs- und Anlagenwissen zu abgestimmten Lösungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie. Der Ansatz setzt bereits beim Verpackungsdesign an und führt zu Linienlösungen, die auf die Anforderungen des Marktes und die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind.

KHS unterstützt Unternehmen weltweit bei der Entwicklung sowie Etablierung nachhaltiger Verpackungslösungen – sei es im Sekundärbereich mit Folie, Karton, Papier und Klebepunkten oder im Primärbereich mit Dose, Karton, Glas und PET. | Foto: Frank Reinhold
KHS unterstützt Unternehmen weltweit bei der Entwicklung sowie Etablierung nachhaltiger Verpackungslösungen – sei es im Sekundärbereich mit Folie, Karton, Papier und Klebepunkten oder im Primärbereich mit Dose, Karton, Glas und PET. | Foto: Frank Reinhold

Damit reagiert der Komplettanbieter auf ein Marktumfeld, das von wirtschaftlicher Unsicherheit, Fachkräftemangel und wachsenden regulatorischen Anforderungen geprägt ist. Ziel sind flexible, verlässliche, wirtschaftliche und nachhaltige Prozesse, mit denen Produzenten von Getränken und flüssigen Lebensmitteln auf veränderte Marktbedingungen reagieren können.

Marktdruck und neue Verpackungsvorgaben prägen die Linienstrategie

Die strategische Ausrichtung von KHS antwortet auf mehrere Entwicklungen, die den Sektor gleichzeitig unter Druck setzen. Die unruhige politische Weltlage mit zunehmenden Konflikten zieht steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie anhaltende Lieferkettenschwierigkeiten nach sich, und die unberechenbare Zollpolitik der USA sorgt für zusätzliche finanzielle Belastungen und Planungsunsicherheit. Parallel dazu nimmt die Verfügbarkeit von qualifiziertem Bedienpersonal weltweit ab, weshalb die Nachfrage nach voll- und teilautomatischen Lösungen deutlich gestiegen ist.

Die KHS Innopack Kisters TSP Advanced erlaubt Anwendern maximale Flexibilität: Sie verpackt PET- und Glasflaschen sowie Dosen in Tray, Folie, Tray und Folie sowie Pad und Folie. | Foto: Frank Reinhold
Die KHS Innopack Kisters TSP Advanced erlaubt Anwendern maximale Flexibilität: Sie verpackt PET- und Glasflaschen sowie Dosen in Tray, Folie, Tray und Folie sowie Pad und Folie. | Foto: Frank Reinhold

Hinzu kommen vielfältige rechtliche Vorgaben, allen voran die neue Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) der Europäischen Union, deren Folgen für die Branche noch nicht vollständig absehbar sind. Gefordert werden vor allem ressourcenschonende Verpackungen und ein höherer Anteil recycelter Materialien. Die Nachfrage nach plastikarmen und plastikfreien Lösungen hat vor allem bei Sekundärverpackungen zugenommen, wobei sich der Trend klar in Richtung Karton und Papier sowie Kunststofffolien mit hohem Rezyklatanteil verschoben hat.

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Kunststofffreie Umverpackungen für stabile Gebinde

Für den wachsenden Bedarf an ressourcenschonenden Umverpackungen hat KHS die Innopack Kisters TSP Advanced weiterentwickelt. Die vollautomatische Maschine verpackt PET- und Glasflaschen sowie Dosen in Tray, Folie, Tray und Folie oder Pad und Folie und lässt sich nun mit dem patentierten BottleClip ausstatten. Der Kartontragegriff fügt PET-Behälter zu stabilen Packs zusammen und bildet eine Alternative zu Kunststoffringlösungen, die in einigen Ländern bereits verboten sind. Die Option steht für alle gängigen Maschinen der Advanced-Baureihe zur Verfügung, die für den Hochleistungssektor ausgelegt sind und im Fall der TSP Advanced bis zu 7.200 Gebinde pro Stunde verarbeiten.

Mit dem BottleClip Carrier von KHS lassen sich PET-Flaschen zu stabilen Gebinden zusammenfügen. Der patentierte Tragegriff aus Karton kann nun auch mit allen KHS Innopack Kisters Verpackungsmaschinen der Advanced-Baureihe appliziert werden. | Foto: Frank Reinhold
Mit dem BottleClip Carrier von KHS lassen sich PET-Flaschen zu stabilen Gebinden zusammenfügen. Der patentierte Tragegriff aus Karton kann nun auch mit allen KHS Innopack Kisters Verpackungsmaschinen der Advanced-Baureihe appliziert werden. | Foto: Frank Reinhold

Neben dem BottleClip gewinnen Umverpackungen aus Papier und das Carton Nature Pack (CNP) an Bedeutung, das Dosen über einen Kartonaufsatz am oberen Dosenrand zusammenfügt und dabei vollständig auf Kunststoff verzichtet. Ganz ohne Pappe und Folie kommt das Nature MultiPack (NMP) aus, das Dosen oder PET-Flaschen ausschließlich mit kleinen Klebepunkten zu festen Gebinden verbindet. Die einzelnen Behälter lassen sich bei Bedarf wieder leicht voneinander lösen, wodurch sich der Materialeinsatz gegenüber herkömmlichen Sekundärverpackungen verringert.

Leichtbau und Barriereschutz halten PET im Kreislauf

Ein weiterer Baustein der Linienstrategie ist der Umgang mit Kunststoff, bei dem KHS verstärkt auf Rezyklat und Lightweightingsetzt, um Material einzusparen und den Wertstoffkreislauf zu schließen. Wie weit sich das Gewicht reduzieren lässt, zeigt die KHS Premium LITE. Der PET-Behälter wiegt bei einem Volumen von 0,25 Liter nur 6,2 Gramm und ist trotz des geringen Materialeinsatzes für hohe Abfüllgeschwindigkeiten ausgelegt. Entwickelt wurde die Flasche in Kooperation mit Husky Technologies.

Das Nature MultiPack fügt Dosen und PET-Flaschen mittels kleiner Klebepunkte zu festen Gebinden zusammen. Es spart wertvolle Ressourcen ein und bietet Verbrauchern höchste Packstabilität sowie idealen Tragekomfort. | Foto: Frank Reinhold
Das Nature MultiPack fügt Dosen und PET-Flaschen mittels kleiner Klebepunkte zu festen Gebinden zusammen. Es spart wertvolle Ressourcen ein und bietet Verbrauchern höchste Packstabilität sowie idealen Tragekomfort. | Foto: Frank Reinhold

Auf empfindliche Getränke zielt die KHS SUPREME, eine Premiumflasche aus PET, welche die Schutzwirkung von Glas mit dem geringeren Gewicht von Kunststoff verbindet. Möglich macht das die Plasmax-Barrieretechnologie, eine hauchdünne Schicht aus Siliziumoxid auf der Innenseite der Flasche, die sauerstoffempfindliche Produkte wie Saft, Softdrinks, Bier, Tee, Wein und flüssige Lebensmittel vor Oxidation und dem Verlust von Kohlenstoffdioxid schützt und so Geschmack, Farbe und Haltbarkeit über längere Zeiträume bewahrt. Die Beschichtung lässt sich bei Lightweight-Flaschen sowie bei Behältern aus Virgin-PET oder aus bis zu 100 Prozent Rezyklat einsetzen und löst sich im Standard-Recyclingprozess vollständig auf, sodass die Sortenreinheit des PET erhalten bleibt und die Flaschen vollständig recyclingfähig sind.

Service und Automatisierung sichern die Anlagenverfügbarkeit

Die Entwicklung solcher Verpackungen begleitet KHS mit dem Beratungsservice Bottles & Shapes, der Behälterdesign, Linienverhalten und Ressourcennutzung zusammenbringt, sei es bei PET und rPET, Glasflaschen oder Dosen. Die Fachleute des Unternehmens betreuen Kunden vom ersten Entwurf bis zur Markteinführung des Produkts. Das übrige Serviceportfolio ist darauf ausgelegt, die Anlagenverfügbarkeit langfristig bei niedrigen Gesamtbetriebskosten zu sichern, sowohl bei der Konzeption einer kompletten Linie als auch bei der Überholung einer Bestandsmaschine.

Im Bereich der Automatisierung reicht das Angebot vom Innoline Basic Line Monitoring über die 3D-Anlagenplanung bis zu den Ferndiagnose- und Fernwartungssystemen ReDiS und Augmented Reality Service. Mit der automatisierten Linienumrüstung KHS InnoPET iflex lassen sich Formatwechsel innerhalb von 30 Minuten und Produktwechsel innerhalb von 10 Minuten durchführen, wodurch bis zu 80 Prozent der manuellen Tätigkeiten beim Umrüsten entfallen. Bei Tethered Caps kommt zusätzlich eine KI-gestützte Inspektionstechnik zum Einsatz. Damit verbindet die Linienstrategie Verpackungsentwicklung, Service und Automatisierung zu einem durchgängigen Angebot.

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