Anzeige

Mehrwegbecher der K 2025 finden Einsatz über die Messe hinaus

11.02.2026

Auf der K 2025 wurde erstmals ein flächendeckendes System für Mehrwegbecher umgesetzt. Borealis führte das Pilotprojekt gemeinsam mit der Messe Düsseldorf durch und setzte die Becher in Restaurants, Bars und Food Trucks auf dem gesamten Messegelände ein. Damit kam auf der weltweit führenden Fachmesse für Kunststoffe und Kautschuk erstmals ein einheitliches Mehrwegbechersystem zum Einsatz.

Für die Wiederverwendung konzipiert: Leicht, langlebig und aus chemisch recyceltem Rohstoff unter Verwendung der ReOil®-Technologie von OMV hergestellt. | Foto: Borealis
Für die Wiederverwendung konzipiert: Leicht, langlebig und aus chemisch recyceltem Rohstoff unter Verwendung der ReOil®-Technologie von OMV hergestellt. | Foto: Borealis

Nach Messeschluss wurden die auf dem Gelände verbliebenen Becher gesammelt und gereinigt. Für eine weitere Nutzung geeignete Mehrwegbecher gingen an soziale Einrichtungen, während Becher, die aus dem Restmüll zurückgewonnen oder als beschädigt identifiziert wurden, recycelt wurden.

Einsatz der Mehrwegbecher im laufenden Messebetrieb

Für das Pilotprojekt wurden 50.000 Mehrwegbecher eingesetzt, die aus schäumbarem Polypropylen von Borealis gefertigt waren. Der dafür verwendete Kunststoff entstand unter Einsatz chemisch recycelter Rohstoffe aus der ReOil®-Technologie von OMV. An der Umsetzung waren mehrere Partner entlang der Wertschöpfungskette beteiligt, darunter Bockatech, Faerch, MCC Global IML und ARBURG.

Im Verlauf der K 2025 wurden die Mehrwegbecher durchgängig in den Messebetrieb integriert. Sie kamen beim Ausschank heißer und kalter Getränke in sämtlichen Restaurants, Bars und Food Trucks auf dem Gelände zum Einsatz und wurden darüber hinaus auch an den Kaffeebars der Stände von Borealis, Borouge und MCC Global IML genutzt. Grundlage für diese Nutzung war ein eigens eingerichtetes Sammel- und Reinigungssystem mit rund 50 Sammelbehältern, das eine mehrfache Verwendung innerhalb kurzer Zeit ermöglichte.

Thomas Franken (Messe Düsseldorf) übergibt Mehrwegbecher und hilft beim Verladen für die Lieferung an die örtliche Pfadfindergruppe, um die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe und das Engagement in der Gemeinde zu fördern. | Foto: Messe Düsseldorf
Thomas Franken (Messe Düsseldorf) übergibt Mehrwegbecher und hilft beim Verladen für die Lieferung an die örtliche Pfadfindergruppe, um die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe und das Engagement in der Gemeinde zu fördern. | Foto: Messe Düsseldorf

Thomas Franken, Director der K bei der Messe Düsseldorf, beschreibt die Erfahrungen aus Sicht des Veranstalters: „Die Einführung eines Becherrückgabesystems bei einer so großen und komplexen Veranstaltung wie der K 2025 war für uns ein bedeutender Schritt. Es hat gezeigt, dass Besucher:innen bereit sind, sich auf Kreislauflösungen einzulassen, und dass eine groß angelegte Wiederverwendung in der Praxis funktionieren kann. Die Erkenntnisse aus diesem Pilotprojekt werden unsere Diskussionen über zukünftige Ansätze prägen.“

Aufbereitung und Weitergabe der verbliebenen Becher

Nach dem Ende der Messe wurden die auf dem Gelände verbliebenen Mehrwegbecher zusammengeführt und gereinigt. Insgesamt handelte es sich um rund 20.000 Becher, die anschließend geprüft und für den weiteren Umgang vorbereitet wurden. Mehr als 4.000 dieser Becher gingen an Pfadfindergruppen sowie kleinere soziale Projekte in Düsseldorf, während ein weiterer Teil von fast 15.000 Mehrwegbechern an die Diakonie Düsseldorf abgegeben wurde.

v.l.n.r.: Thomas Franken (Messe Düsseldorf), Sonja Laudin (Diakonie Düsseldorf), Dzenita Antunovic (Borealis), Philip Knapen (Borealis) und Mario Nickel (FORTESNICKEL) übergibt Mehrwegbecher an die Diakonie Düsseldorf. | Foto: Borealis
v.l.n.r.: Thomas Franken (Messe Düsseldorf), Sonja Laudin (Diakonie Düsseldorf), Dzenita Antunovic (Borealis), Philip Knapen (Borealis) und Mario Nickel (FORTESNICKEL) übergibt Mehrwegbecher an die Diakonie Düsseldorf. | Foto: Borealis

Die Koordination der Weitergabe erfolgte mit Unterstützung der Düsseldorfer Live-Marketing-Agentur FORTESNICKEL. Bei diesem Termin waren Thomas Franken von der Messe Düsseldorf, Philip Knapen und Dzenita Antunovic von Borealis, Mario Nickel, CEO von FORTESNICKEL, sowie Sonja Laudin von der Diakonie Düsseldorf anwesend.

„Wir haben uns sehr gefreut, Borealis und der Messe Düsseldorf dabei zu helfen, eine sinnvolle neue Verwendung für diese Mehrwegbecher zu finden“, sagt Mario Nickel. „Zu sehen, wie sie für einen guten Zweck eingesetzt werden, ist der perfekte Abschluss dieses ambitionierten Projekts.“

Recycling beschädigter und zurückgewonnener Becher

Nicht alle Mehrwegbecher eigneten sich für eine weitere Nutzung. Becher, die aus dem Restmüll zurückgewonnen oder als beschädigt identifiziert wurden, wurden aussortiert und dem Recycling zugeführt. Die Verarbeitung dieser Becher erfolgt bei mtm plastics in Deutschland, einem Unternehmen der Borealis-Gruppe, das auf die mechanische Aufbereitung von Kunststoffen spezialisiert ist.

Philip Knapen, Borealis Application Development and Technical Service Manager Consumer Products, verweist in diesem Zusammenhang auf die Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen: „Wir sind stolz darauf, diese Initiative in Zusammenarbeit mit der Messe Düsseldorf und unseren Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette geleitet zu haben. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass es möglich ist, Kreislaufsysteme auch in großen, komplexen Umgebungen zu implementieren – und dass Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg ist.“

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Anzeige
Anzeige