Anzeige

Michael Carus beendet CEO-Tätigkeit im nova-Institut

04.03.2026

Zum 1. März 2026 legt Michael Carus nach mehr als 30 Jahren an der Spitze des nova-Instituts seine Funktion als CEO nieder und übergibt die Leitung an Lars Börger. Der Führungswechsel wurde in einer einjährigen Übergangsphase vorbereitet. Michael Carus bleibt dem Forschungs- und Beratungsunternehmen als Senior Advisor und Gesellschafter erhalten und wird weiterhin inhaltlich an zentralen Themen mitwirken.

Michael Carus (links) und Lars Börger (rechts) setzen sich weiterhin gemeinsam mit dem nova-Institut für erneuerbaren Kohlenstoff ein, um Fortschritte auf dem Weg in eine grünere und fossilfreie Zukunft zu erzielen. | Foto: nova-Institut GmbH
Michael Carus (links) und Lars Börger (rechts) setzen sich weiterhin gemeinsam mit dem nova-Institut für erneuerbaren Kohlenstoff ein, um Fortschritte auf dem Weg in eine grünere und fossilfreie Zukunft zu erzielen. | Foto: nova-Institut GmbH

Mit der Übergabe endet eine prägende Phase der Unternehmensgeschichte. Das nova-Institut hat sich unter der Leitung von Michael Carus zu einem international renommierten Think Tank für Renewable Carbon entwickelt. Künftig soll der Fokus noch stärker auf praxisnahen Forschungs- und Beratungsprojekten liegen, die den Wandel der Industrie hin zu klimaneutralen Materialien und Prozessen vorantreiben.

Geordneter Wechsel nach einjähriger Übergangsphase

Der Wechsel an der Spitze erfolgte planmäßig und wurde über ein Jahr hinweg vorbereitet. „Nach über 30 Jahren intensiver Arbeit freue ich mich, meine geschäftsführenden Aufgaben an Lars Börger zu übergeben. In unserer einjährigen Übergangsphase haben wir den Wechsel sorgfältig vorbereitet und das nova-Institut zukunftsfest aufgestellt. Als Senior Advisor werde ich die neue Abteilung Renewable Feedstock unterstützen und mich weiterhin mit ganzer Kraft für die Defossilisierung der Chemie-, Material- und Kunststoffbranche einsetzen“, erklärt Michael Carus.

Lars Börger, der zuvor in leitenden Positionen bei BASF in Deutschland und China sowie bei Neste in Finnland tätig war und dem Vorstand von European Bioplastics angehörte, übernimmt die Verantwortung in einer Phase tiefgreifender industrieller Veränderungen. „Michael Carus hat mit seiner Pionierarbeit den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des nova-Instituts gelegt. Für sein außerordentliches Engagement, seine Weitsicht und die verantwortungsvolle Übergabe danken wir ihm sehr und freuen uns, auch zukünftig gemeinsam Ideen zu entwickeln und Pioniergeist in die Tat umzusetzen“, sagt Börger. Mit Blick auf die künftige Arbeit betont er: „Die industrielle Transformation ist heute dringlicher denn je und zugleich tatsächlich eine große Chance. Als unabhängiger, wissenschaftsbasierter Impulsgeber und Vordenker werden wir diesen Wandel aktiv mitgestalten. Für den Erfolg braucht es dabei sowohl den strategischen Überblick als auch präzise Detailanalysen zu Nachhaltigkeit, Technologie, Politik, Markt und Wirtschaftlichkeit. Genau dafür steht nova.“

Drei Jahrzehnte Aufbauarbeit und internationale Impulse

Michael Carus gründete das nova-Institut 1994 gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern. Aus einem sechsköpfigen Start-up entstand ein international tätiges Institut mit rund 50 Wissenschaftlern. Der promovierte Physiker aus Köln war zuvor im IT-Bereich, als Wissenschaftsjournalist, in der Solartechnik sowie bei einem Umweltinstitut tätig, wo er die Abteilung Ressourcen leitete. Früh setzte er auf die industrielle Nutzung von Biomasse im Bau- und Automobilbereich sowie in der Kunststoff- und Chemieindustrie und bezog später auch die CO2-Nutzung und Recycling in die strategische Ausrichtung ein. Auf dieser Grundlage entstanden die Konzepte Renewable Carbon und Defossilisierung, die auf die Überwindung der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zielen.

Über das Institut hinaus prägte Carus die Entwicklung der Bioökonomie auf europäischer Ebene. Als Managing Director der European Industrial Hemp Association und als Mitglied zahlreicher Arbeitsgruppen der Europäischen Kommission war er über viele Jahre in politische und wirtschaftliche Prozesse eingebunden. 2020 initiierte er die Renewable Carbon Initiative, ein Netzwerk von knapp 80 Unternehmen, das die Transformation von fossilem zu erneuerbarem Kohlenstoff vorantreibt. Seit 2021 verantwortet er zudem die Renewable Materials Conference mit jährlich 400 bis 500 Teilnehmenden aus aller Welt, die sich als globales Event zur Renewable Carbon Economy etabliert hat und 2026 vom 22. – 24. September in Siegburg stattfindet.

Beratung und Forschung für klimaneutrale Materialien

Das nova-Institut unterstützt internationale Innovationsprojekte und bietet wissenschaftlich fundierte Management- und Strategieberatung. Ein interdisziplinäres Team analysiert Technologien und Rohstoffe hinsichtlich Eignung, Marktpotenzialen, rechtlichen Rahmenbedingungen, Nachhaltigkeit und Vermarktungschancen. Auf dieser Basis entwickelt das Institut Strategien für den Übergang von fossilem zu erneuerbarem Kohlenstoff und begleitet Unternehmen, Verbände und politische Entscheidungsträger bei der Umsetzung.

COO Linda Engel betont die Kontinuität der inhaltlichen Ausrichtung. „Die über 30-jährige Erfolgsgeschichte des nova-Instituts steht für unabhängige Forschung und wissenschaftlich fundierte Beratung für eine nachhaltige Chemie- und Materialindustrie. Mit Lars Börger an der Spitze und Michael Carus als Senior Advisor sind wir bestens für die Zukunft aufgestellt.“

Anzeige

Die aktuelle Chemie

Anzeige
Anzeige