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Mit DigiDot EU-weit richtig entsorgen

15.06.2026

Der digitale Recyclingratgeber DigiDot ist nun auch in ganz Europa verfügbar und ermöglicht Konsumenten per QR-Code-Scan komponentengenaue Entsorgungshinweise für Verpackungen – abgestimmt auf lokale Sammelsysteme und in zahlreichen europäischen Sprachen. Entwickelt aus einer Zusammenarbeit von Der Grüne Punkt und Digi-Cycle, einem Tochterunternehmen der ARA (Altstoff Recycling Austria AG), das 2022 gegründet wurde, ist DigiDot als digitale Evolution des Grünen Punkts konzipiert.

DigiDot, der digitale Ratgeber für die getrennte Verpackungssammlung, wird nach dem erfolgreichen Start in der DACH‑Region nun europaweit ausgerollt. | Bild: ARA
DigiDot, der digitale Ratgeber für die getrennte Verpackungssammlung, wird nach dem erfolgreichen Start in der DACH‑Region nun europaweit ausgerollt. | Bild: ARA

Die Plattform umfasst bereits mehr als 1.000 Verpackungsarten, rund 50.000 Markenprodukte sowie eine Datenbank mit über 500.000 Standorten von Abfallsammelbehältern in ganz Europa. Den europaweiten Rollout koordiniert PRO Europe über sein Netzwerk aus 31 Mitgliedsorganisationen in ganz Europa sowie in der Türkei und Israel – in Österreich übernimmt die ARA als Teil dieses Netzwerks die Einführung.

DigiDot-Scan liefert komponentengenaue Sortierhinweise für jede Verpackung

DigiDot ermöglicht Verbrauchern, durch das Scannen des QR-Codes auf der Produktverpackung präzise Sortier- und Entsorgungshinweise für jede einzelne Verpackungskomponente abzurufen – etwa für Deckel, Folie oder Becher getrennt. Das System erkennt den Standort des Nutzers und passt die Angaben automatisch an die lokal geltenden Sammelregeln an, sodass auch erhebliche Unterschiede zwischen Sammelsystemen in verschiedenen europäischen Ländern, Regionen und Gemeinden berücksichtigt werden. Ergänzend weist die Plattform passende Abgabestellen in der Nähe aus. Der Zugang erfolgt direkt über den Smartphone-Browser ohne App-Installation; die Inhalte sind zusätzlich über die Website digi-dot.info sowie die Digi-Cycle-App abrufbar.

Hersteller können über den QR-Code optional weitere produktspezifische Informationen bereitstellen – etwa Angaben zur Recyclingfähigkeit oder zum Rezyklatanteil, Links zu Unternehmenswebsites sowie Gamification-Elemente. DigiDot steht in zwei Ausführungen bereit: als Basic Version und als Product Version. Beide Versionen liefern komponentengenaue Sortierhinweise auf Verpackungsebene; ARA-Kunden können die Basic Version direkt über das ARA-Onlinemeldungsportal unter online.ara.at nutzen und dort sofort mit der Erstellung individueller DigiDots beginnen. Der digitale Ansatz reduziert zudem den Druckaufwand und die Komplexität von Verpackungen, weil alle Informationen digital hinterlegt und jederzeit aktualisierbar sind.

Regulatorische Anforderungen durch PPWR und EmpCo-Direktive erfüllt

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und die Empowering Consumers Directive stellen neue Anforderungen an die Verbraucherinformation auf Verpackungen und schränken bestimmte Kennzeichnungspraktiken ein. DigiDot ist so konzipiert, dass es beide Regelwerke erfüllt und gleichzeitig Herstellern zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet. Das System lässt sich flexibel an künftige regulatorische Entwicklungen und Standards anpassen.

Der Grüne Punkt, seit mehr als 35 Jahren als Symbol für herstellerfinanzierte Kreislaufwirtschaft etabliert, erfährt mit DigiDot eine digitale Weiterentwicklung: Das klassische Symbol wird durch einen QR-Code ersetzt, der auf der Verpackung die gleiche Kennzeichnungsfunktion erfüllt und gleichzeitig konform mit EmpCo und PPWR bleibt. Harald Hauke, Vorstandssprecher der ARA AG, ordnete die EU-weite Einführung ein: „Bei der ARA setzen wir uns seit jeher dafür ein, Konsumenten bei der korrekten Sammlung ihrer Verpackungen zu unterstützen. Denn nur, wenn Verpackungen getrennt gesammelt werden, können sie erfolgreich im Kreislauf geführt werden und damit die Rohstoffsicherheit Österreichs stärken. Wir freuen uns, dass unser digitaler Recycling-Guide den Grundstein für DigiDot gelegt hat und dieser nun EU-weit zum Einsatz kommen wird.“

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