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Neue Abteilung unterstützt Defossilisierung der Chemieindustrie

09.03.2026

Der Übergang von fossilen zu erneuerbaren Kohlenstoffquellen bildet eine zentrale Voraussetzung für eine klimaneutrale Chemie- und Materialindustrie. Mit der Abteilung „Renewable Feedstock“ erweitert das nova-Institut seine Aktivitäten um Analysen, Daten und strategische Roadmaps zur Versorgung der Industrie mit erneuerbaren Kohlenstoffquellen und zur Umsetzung der Defossilisierung.

Neue Abteilung „Renewable Feedstock“ am nova-Institut schafft Grundlagen für die industrielle Defossilisierung. | Bild: Bild: nova-Institut GmbH
Neue Abteilung „Renewable Feedstock“ am nova-Institut schafft Grundlagen für die industrielle Defossilisierung. | Bild: Bild: nova-Institut GmbH

Dabei werden Kohlenstoffströme aus Biomasse, CO₂-Nutzung und Recycling gemeinsam betrachtet. Analysen zur globalen und regionalen Verfügbarkeit dieser Rohstoffe sowie Bewertungen ihrer wirtschaftlichen und ökologischen Eigenschaften liefern Entscheidungsgrundlagen für Unternehmen und politische Akteure im Transformationsprozess der industriellen Kohlenstoffbasis.

Erneuerbare Kohlenstoffquellen für die Defossilisierung

Die neue Abteilung untersucht erneuerbare Kohlenstoffströme entlang der gesamten Wertschöpfungskette und bewertet deren Potenziale für die industrielle Nutzung. Grundlage dafür bilden Analysen zur globalen und regionalen Verfügbarkeit unterschiedlicher Rohstoffquellen.

Im Bereich Biomasse fließen unter anderem Zucker- und Stärkepflanzen, Pflanzenöle, Lignocellulose und organische Abfälle in die Untersuchungen ein. Gleichzeitig werden CO₂-Quellen wie biogene und fossile Punktquellen sowie Technologien zur direkten Abscheidung aus der Luft (Direct Air Capture) berücksichtigt, während recycelter Kohlenstoff aus Kunststoffabfällen, biogenen Reststoffen und Siedlungsabfällen ebenfalls analysiert wird, um deren Beitrag zur Defossilisierung der Kohlenstoffwirtschaft zu bestimmen.

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Kohlenstoffflüsse, Märkte und Transformationspfade

Ein zentraler Bestandteil der Arbeiten sind Material- und Kohlenstoffflussanalysen (Material Flow Analysis, MFA), mit denen sich die Struktur der Kohlenstoffwirtschaft sowie industrielle Stoffströme systematisch abbilden lassen. Diese Analysen zeigen, in welchen Anwendungen Kohlenstoff eingesetzt wird und welche Substitutionspfade im Zuge der Defossilisierung möglich sind.

Ergänzend entstehen Markt- und Kostenanalysen für erneuerbare Rohstoffe und daraus hergestellte Chemikalien. Transformationspfade beschreiben den Übergang von spezifischen Ausgangsstoffen zu Schlüsselchemikalien und Polymeren, während Technologie- und Innovationsscouting neue Umwandlungsverfahren identifiziert und deren Rolle für industrielle Transformationsprozesse bewertet.

Analysen zu Versorgungssicherheit und regulatorischen Rahmenbedingungen

Neben technologischen und wirtschaftlichen Fragestellungen untersucht die Abteilung auch Entwicklungen der Rohstoffnachfrage sowie Wettbewerbsdynamiken zwischen unterschiedlichen Kohlenstoffquellen. Diese Analysen unterstützen strategische Beschaffungsentscheidungen und liefern Grundlagen für langfristig stabile Lieferketten.

Darüber hinaus entstehen CO₂-Bilanzen und Nachhaltigkeitsbewertungen verschiedener Rohstoffe. Ergänzende Analysen politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen sowie Orientierung bei Zertifizierungsfragen helfen Unternehmen, Investitionsentscheidungen und Transformationsstrategien im Kontext der Defossilisierung einzuordnen.

Die Mission der Abteilung ‚Renewable Feedstock‘ ist es, den Fokus vom ‚Warum‘ auf das ‚Wie‘ zu verlagern und damit die konkrete Rohstoff-Insights bereitzustellen, die Unternehmen und politische Entscheidungsträger dringend benötigen, um bei der Defossilisierung entscheidende Fortschritte zu erzielen.

Christopher vom Berg, Leiter der Abteilung Renewable Feedstock

Interdisziplinäres Team am nova-Institut

Die Arbeit der Abteilung basiert auf einem interdisziplinären Team, das wissenschaftliche und ökonomische Perspektiven miteinander verbindet und dadurch technische Entwicklungen ebenso wie Marktdynamiken berücksichtigt.

Zum Team gehören der Physiker und Gründer des nova-Instituts Michael Carus, die Biologin Anke Schwarzenberger, der Agrarökonom Olaf Porc sowie die Psychologin Verena Roberts, deren unterschiedliche fachliche Hintergründe Analysen ermöglichen, die sowohl technologische als auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte der Kohlenstoffwirtschaft einbeziehen.

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