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Oppanol N PLUS für Festkörperbatterien

12.06.2026

BASF hat mit Oppanol ® N PLUS ein neues Hochleistungs-Bindemittel für die nächste Generation von Elektrofahrzeugbatterien vorgestellt. Das auf Polyisobuten (PIB) basierende Produkt richtet sich an Batteriehersteller und OEMs, die Festkörperbatterien mit höherer Reichweite, schnelleren Ladezeiten und gesteigerter Sicherheit entwickeln.

BASF stellt mit Oppanol® N PLUS ein neues Hochleistungs-Bindemittel für die nächste Generation von Elektrofahrzeugbatterien vor. | Foto: BASF
BASF stellt mit Oppanol ® N PLUS ein neues Hochleistungs-Bindemittel für die nächste Generation von Elektrofahrzeugbatterien vor. | Foto: BASF

Der Übergang zu Festkörperbatterien (Solid State Batteries, SSB) erhöht die Anforderungen an eingesetzte Materialien erheblich. Oppanol N PLUS wurde gezielt für diese modernen Batteriekonzepte weiterentwickelt und kombiniert die bewährten Eigenschaften von BASF-Polyisobuten mit einer besonders engen Produktspezifikation, die stabile Fertigungsprozesse beim Kunden ermöglichen soll.

Oppanol N PLUS als Bindemittel in Kathode, Anode und Elektrolyt

Oppanol N PLUS übernimmt in Kathode, Anode oder Elektrolyt eine zentrale Funktion: Es hält die einzelnen Komponenten zuverlässig zusammen und trennt sie gleichzeitig voneinander. Die hohe Elastizität und Dehnfähigkeit des Materials gleicht mechanische Belastungen aus, die beim Laden und Entladen entstehen, und trägt damit wesentlich zur Lebensdauer und Stabilität der Batterie bei. Da das Produkt chemisch inert ist, verhindert es unerwünschte Nebenreaktionen innerhalb der Zelle.

Die besonders engen Spezifikationen von Oppanol N PLUS wirken sich direkt auf die Prozesssicherheit bei der Batterieherstellung aus. Schwankungen im Produktionsprozess werden reduziert, der Bedarf an Reformulierungen beim Kunden sinkt, und der Qualitätskontrollaufwand verringert sich. Gleichzeitig ermöglicht die konstante Produktqualität eine schnellere und stabilere Prozessanpassung. Madeleine Jordan, Global Business Management Oppanol bei BASF, beschreibt den Anspruch dahinter: „Mit Oppanol N PLUS verbindet BASF jahrzehntelange Erfahrung mit den Anforderungen der Elektromobilität von morgen. Das neue Produkt steht exemplarisch für den Anspruch des Unternehmens, bewährte Materialien kontinuierlich weiterzuentwickeln und so den Wandel zu nachhaltigen Technologien aktiv mitzugestalten.“

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Lieferoptionen und Services für Batteriehersteller

Neben den Produkteigenschaften erweitert BASF mit Oppanol N PLUS auch sein Serviceangebot. Kunden erhalten frische Ware direkt ab Lager sowie flexible Liefermöglichkeiten mit kleineren Gebinden ab 20 Kilogramm. Damit reagiert BASF auf den Bedarf von Batterieherstellern und OEMs, die insbesondere in frühen Entwicklungs- und Skalierungsphasen kleinere Mengen mit kurzen Lieferzeiten benötigen.

Die Verfügbarkeit in kleinen Gebinden ergänzt das technische Leistungsprofil des Produkts und macht Oppanol N PLUS auch für Anwendungsentwicklung und Qualifizierungsprozesse zugänglich, bei denen größere Abnahmemengen noch nicht wirtschaftlich sind.

95 Jahre Polyisobuten-Technologie bei BASF

Die Markteinführung von Oppanol N PLUS fällt in das 95. Jubiläumsjahr der Oppanol-Technologie. Den Grundstein legte Michael Otto, der 1931 erstmals nachwies, dass Isobuten unter geeigneten Bedingungen polymerisierbar ist. Im selben Jahr meldete BASF ein Herstellverfahren für Polyisobuten zum Patent an. Das Produkt erhielt später den Namen Oppanol, benannt nach dem Ludwigshafener Stadtteil Oppau, wo es entwickelt wurde.

1931 patentiert BASF ein Herstellverfahren für Polyisobuten, das unter dem Produktnamen Oppanol vermarktet wird. Das Foto zeigt den Kühlbehälter der Oppanol-Anlage am Standort Ludwigshafen im Jahr 1952. | Foto: BASF
1931 patentiert BASF ein Herstellverfahren für Polyisobuten, das unter dem Produktnamen Oppanol vermarktet wird. Das Foto zeigt den Kühlbehälter der Oppanol-Anlage am Standort Ludwigshafen im Jahr 1952. | Foto: BASF

Bis zur Großproduktion vergingen weitere sieben Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit. 1938 lief die Produktion in der neu gebauten Oppanol-Fabrik an. Von Beginn an zeichnete sich das Polymer durch ein charakteristisches Eigenschaftsprofil aus: Transparenz, Undurchlässigkeit gegenüber Wasser und zahlreichen Gasen, chemische Beständigkeit, gesundheitliche Unbedenklichkeit und Hafteigenschaften. Heute findet Oppanol Anwendung in einem breiten Spektrum an Produkten – von Kaugummis und Heftpflastern über Isolierglasfenster und Kabelisolierung bis hin zu Dachabdeckungen, Pipeline-Ummantelung und modernen Batterietechnologien.

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