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Pestizidrückstände präziser nachweisen

23.03.2026

An der IMC Krems entwickelt ein Forschungsteam unter der Leitung von Anna Malyshenko Analyseverfahren, mit denen Pestizidrückstände in Lebensmitteln und Umweltproben präziser nachgewiesen werden. Im Zentrum stehen toxische und hormonell wirksame Substanzen, die auch in sehr niedrigen Konzentrationen erfasst werden sollen.

Anna Malyshenko, Projektleiterin am IMC Krems, forscht an innovativen Methoden zur Detektion hormonell aktiver Pestizide. | Foto: IMC Krems
Anna Malyshenko, Projektleiterin am IMC Krems, forscht an innovativen Methoden zur Detektion hormonell aktiver Pestizide. | Foto: IMC Krems

Dazu werden funktionelle Sorbentmaterialien zur Probenvorbereitung mit hochauflösenden Verfahren wie LC-MS und GC-MS kombiniert. Die gezielte Anreicherung relevanter Substanzen und die Reduktion störender Matrixbestandteile ermöglichen eine höhere Nachweisempfindlichkeit und eine verlässlichere analytische Bewertung.

Pestizidrückstände in komplexen Proben zuverlässig erfassen

Bei komplexen Lebensmittelproben zeigen bestehende Überwachungsverfahren Einschränkungen, insbesondere wenn sehr geringe Konzentrationen bestimmt werden sollen. Die Arbeiten setzen daher bei der Probenvorbereitung an und nutzen Materialien, die relevante Substanzen gezielt anreichern, bevor die eigentliche Analyse erfolgt.

Dazu werden molekular geprägte Polymere sowie neu entwickelte nanostrukturierte Sorbentien eingesetzt, die Pestizidrückstände selektiv binden und störende Matrixbestandteile reduzieren. Die vorbereiteten Proben werden anschließend mit Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie und Gaschromatographie-Massenspektrometrie untersucht, wodurch auch hormonell wirksame Substanzen in sehr niedrigen Konzentrationen erfasst werden können. „Unser Ziel ist es, analytische Methoden so weiterzuentwickeln, dass selbst geringste Mengen hormonell wirksamer Pestizide zuverlässig nachgewiesen werden können. Damit schaffen wir eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für verbesserte Risikobewertungen in lebensmittel- und gesundheitsbezogenen Kontexten und leisten einen Beitrag zum langfristigen Schutz von Konsumentinnen und Konsumenten sowie Patientinnen und Patienten“, erklärt Anna Malyshenko, Projektleiterin an der IMC Krems.

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Ergänzend werden nanoskalige Varianten der Sorbentmaterialien eingesetzt, deren große Oberfläche die Anreicherung effizienter macht und die Nachweisempfindlichkeit im Ultra-Spurenbereich erhöht. Die entwickelten Verfahren werden auf Lebensmittel, Umweltproben sowie pharmazeutische und medizinische Produkte angewendet und so ausgelegt, dass sie in bestehende Laborabläufe integriert werden können.

Das Projekt läuft von März 2026 bis Dezember 2028. Gefördert wird es vom Land Niederösterreich und kofinanziert von der Europäischen Union im Rahmen der Förderaktion „Forschung für morgen“ (Förderschiene „Forschung & Technologieentwicklung Qualität“).

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