Beim mexikanischen Rohstoffaufbereiter SYRSA sorgt eine neu installierte Wägetechnik von Minebea Intec für eine präzise und kontinuierliche Behälterverwiegung in den Lagertanks. Das Unternehmen erhält damit jederzeit verlässliche Angaben über die tatsächlichen Bestände seiner hochwertigen und empfindlichen Ausgangsstoffe.

Das in mehreren Phasen angelegte Vorhaben ist nach der Inbetriebnahme in Mexiko bereits in eine internationale Erweiterung übergegangen. Zugleich legt es die Grundlage für eine künftige softwaregestützte Digitalisierung der Lager- und Produktionsabläufe.
Schwankende Einflüsse erschwerten die exakte Bestandserfassung
SYRSA mit Sitz in Mexiko vertreibt und bereitet hochwertige Rohstoffe für die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikbranche auf. Das Sortiment umfasst Erzeugnisse wie Sesamöl, Kakao, Sojamehl und Milchpulver sowie weitere sensible Ausgangsstoffe, an die hohe Anforderungen an Qualität und Verfügbarkeit gestellt werden. Mit dem Wachstum des Unternehmens stiegen zugleich die Ansprüche an die Behälter- und Logistikprozesse.
Gerade bei der Bevorratung in großvolumigen Behältern kommt es darauf an, den realen Füllstand jederzeit zu kennen. Mechanische Einflüsse, Temperaturschwankungen und dynamische Vorgänge wie das Befüllen, Entleeren oder Umpumpen erschwerten bislang eine durchgängig genaue Erfassung. Vor diesem Hintergrund sollte eine stabile und kontinuierliche Behälterverwiegung die Bestände verlässlich erfassen und so eine belastbare Grundlage für Lagerhaltung und Materialdisposition schaffen.
Redundante Messpunkte bilden das Fundament der Behälterverwiegung
In der ersten Projektphase rüstete Minebea Intec zwölf Behälter mit entsprechender Wägetechnologie aus. Jeder Behälter trägt vier Drucklast-Wägezellen vom Typ PR 6203 mit einer Tragfähigkeit von 30 Tonnen, ergänzt um passende Einbausätze, die die Last definiert einleiten und die mechanische Stabilität über lange Zeiträume sichern.
Die Signale laufen über Kabelverbindungskästen PR 6130 zusammen, während Wägeindikatoren PR 5310 die Visualisierung und die Steuerung des Systems übernehmen. Eine industriespezifische Verkabelung des Typs PR 6135 hält die Signalübertragung auch unter rauen Betriebsbedingungen stabil. Durch das Zusammenspiel redundanter Lastmesspunkte, einer mechanisch optimierten Montage und einer robusten Signalsummierung lässt sich die Behälterverwiegung kontinuierlich überwachen und der Bestand der wertvollen Rohstoffe und Flüssigkeiten genau kontrollieren.
Internationale Ausweitung und Anschluss an digitale Prozessdaten
Nach der abgeschlossenen Inbetriebnahme in Mexiko ging das Projekt in eine Erweiterungsphase über. Derzeit werden vier weitere Behälterwaagen von Minebea Intec für den Standort York im US-Bundesstaat Pennsylvania vorbereitet, deren Inbetriebnahme das erfahrene Team aus Mexiko übernimmt, um an allen Standorten eine einheitliche Umsetzung und vergleichbare Systemleistung zu erreichen. Parallel entsteht im mexikanischen Toluca eine neue Produktions- und Lagerstätte, in der in einer weiteren Ausbaustufe nochmals zwölf Behälter mit Wägetechnik ausgestattet werden sollen, was die Skalierbarkeit der Lösung verdeutlicht.

Über die Hardware hinaus eröffnet das Vorhaben Potenzial zur Prozessoptimierung, denn erste Gespräche zur Einbindung der Softwarelösungen Batch PMS und SPC@Enterprise laufen bereits. Batch PMS steuert und überwacht Batch-Prozesse auf Basis präziser Wägedaten und unterstützt so reproduzierbare Abläufe sowie eine bessere Rückverfolgbarkeit, während SPC@Enterprise Prozess- und Wägedaten anlagen- und standortübergreifend auswertet, Abweichungen früh erkennt und eine datenbasierte Optimierung ermöglicht. Damit verbindet sich die präzise Behälterverwiegung mit Software und Services entlang des gesamten Anlagenlebenszyklus zu einer Grundlage für durchgängige Digitalisierung und höhere Prozesssicherheit.


