Anzeige

Produktionsreste werden zum Rohstoff

09.03.2026

Rondo Plast, ein Unternehmen der Polykemi Group, bezieht im Rahmen einer seit 2015 bestehenden Kooperation regelmäßig Produktionsreste von Modulpac und nutzt diese weiter, anstatt sie thermisch zu verwerten. Dadurch werden Materialströme im Bereich Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) gezielt im Kreislauf geführt.

Produktionsreste aus der Herstellung von Verschlüssen, Dosen und Deckeln bei Modulpac dienen Rondo Plast als Ausgangsmaterial. | Bild: Rondo Plast
Produktionsreste aus der Herstellung von Verschlüssen, Dosen und Deckeln bei Modulpac dienen Rondo Plast als Ausgangsmaterial. | Bild: Rondo Plast

Die Zusammenarbeit steht für einen strukturierten Umgang mit Produktionsausschuss, bei dem anfallende Reststoffe sortenrein erfasst und erneut verarbeitet werden. Auf diese Weise entstehen Rezyklate, die den Anforderungen der weiteren Verarbeitung entsprechen und Kunststoffabfälle reduzieren.

Nachfrage und Materialströme in der Kreislaufwirtschaft

Im Mittelpunkt der Kooperation stehen Produktionsreste aus der Herstellung von Verschlüssen, Dosen und Deckeln von Modulpac. Rondo Plast übernimmt Nebenprodukte aus Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE), zwei Werkstoffe, die zu den zentralen Polymeren im eigenen Portfolio zählen und im Markt stark nachgefragt sind. Die sortenreine Erfassung dieser Materialien bildet die Grundlage für ihre weitere Verarbeitung.

„Wir haben in den vergangenen zehn Jahren eine steigende Nachfrage nach recycelten Kunststoffen festgestellt. Die Nachfrage betrifft in erster Linie PP, aber auch technische Kunststoffe wie PC, ABS, PA6 und PA66“, sagt Patrik Lindqvist, Category Manager Recycled Materials bei Rondo Plast. Die Entwicklung zeigt, dass Rezyklate nicht nur im Standardkunststoffbereich, sondern auch bei technischen Materialien an Bedeutung gewinnen und zunehmend in bestehende Materialströme integriert werden.

Die kontinuierliche Verfügbarkeit geeigneter Ausgangsmaterialien ist dabei entscheidend. Durch die Übernahme der Produktionsreste von Modulpac werden PP- und PE-Ströme gezielt im Kreislauf gehalten und der thermischen Verwertung entzogen.

Prozessintegration und Qualitätsanforderungen

Die Zusammenarbeit ist von engem Austausch und gegenseitigem Verständnis der jeweiligen Produktionsprozesse geprägt. Beide Unternehmen stimmen ihre Abläufe darauf ab, dass anfallender Ausschuss in einer Form bereitgestellt wird, die eine weitere Nutzung ermöglicht. Ziel ist es, Reststoffe so zu handhaben, dass sie als Rohmaterial erhalten bleiben.

„Jeder möchte Abfälle minimieren, niemand ist desinteressiert daran, den Materialeinsatz zu optimieren. Wir machen uns mit dem Prozess des Lieferanten vertraut, erläutern unseren eigenen und unterstützen dann unsere Lieferanten – in diesem Fall Modulpac – dabei, ihren Ausschuss so zu handhaben, dass das entstehende Restmaterial an uns verkauft werden kann, anstatt verbrannt zu werden, wodurch wirtschaftlicher Wert entsteht“, erklärt Patrik Lindqvist.

Durch diese Abstimmung werden die Materialien frei von Verunreinigungen und nach Polymer getrennt bereitgestellt. Dies ist Voraussetzung dafür, Nebenprodukte zu hochwertigen Rezyklaten aufzubereiten, die den geforderten Qualitätsstandards entsprechen.

„Damit Kreislaufwirtschaft Realität wird, ist es wichtig anzuerkennen, dass Kunststoff recycelt werden kann und dass recycelter Kunststoff sehr hohe Qualitätsstandards erfüllen kann. Leider leiden recycelte Quellen noch immer unter einem unverdient negativen Ruf“, so Lindqvist.

Die Kooperation verdeutlicht, dass sortenrein erfasste Produktionsreste den geforderten Qualitätsanforderungen entsprechen können. Durch die gezielte Nutzung dieser Materialien wird der Anteil thermisch verwerteter Kunststoffe verringert.

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Anzeige
Anzeige