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Retrofit nach Verordnung (EU) 2023/1230

24.02.2026

Mit der Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 gilt ab 2027 ein verbindlicher Rechtsrahmen für Maschinen in der Europäischen Union, der die bisherige Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) ersetzt. Er erfasst nicht nur neu in Verkehr gebrachte Anlagen, sondern auch wesentlich veränderte Maschinen im Zuge eines Retrofit, die unter bestimmten Voraussetzungen wie neue Maschinen zu behandeln sind.

Retrofit von Anlagen unterliegt der Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, sobald wesentliche Veränderungen am Sicherheitskonzept vorgenommen werden. | Foto: shutterstock
Retrofit von Anlagen unterliegt der Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, sobald wesentliche Veränderungen am Sicherheitskonzept vorgenommen werden. | Foto: shutterstock

Unternehmen müssen beim Retrofit daher Nachweisführung, Risikoanalyse und eine prüfbare Steuerungslogik sicherstellen, um Sicherheit und Konformität nachvollziehbar zu dokumentieren. Selmo Technology bietet dafür strukturierte Standards zur transparenten Darstellung von Maschinenprozessen an.

Retrofit als rechtlich relevante Veränderung

Mit der neuen Verordnung verändert sich die rechtliche Einordnung technischer Eingriffe an bestehenden Anlagen insofern, als ein Retrofit nicht mehr allein als Modernisierung verstanden werden kann, sondern immer dann eine Neubewertung nach sich zieht, wenn Funktionen oder sicherheitsrelevante Aspekte betroffen sind. In solchen Fällen greifen die Anforderungen der Maschinenverordnung vollständig, wodurch Dokumentation und Nachweisführung integraler Bestandteil der Maßnahme werden.

Die vorgenommenen Änderungen sind nicht nur technisch umzusetzen, sondern in ihrer Wirkung auf Sicherheit und Funktion systematisch zu erfassen und nachvollziehbar darzustellen. Dazu gehört eine strukturierte Risikoanalyse ebenso wie die transparente Beschreibung der Maschinenprozesse, auf deren Grundlage die Bewertung erfolgt. Die Steuerungslogik muss so ausgelegt sein, dass ihr Verhalten überprüfbar bleibt und Entscheidungen innerhalb des Systems erklärbar sind, denn eine rein funktionierende Lösung erfüllt die regulatorischen Anforderungen nicht.

Dies betrifft nicht nur mechanische Umbauten, sondern gleichermaßen Anpassungen an Software, Steuerung oder Prozessabläufen, sofern sie im Rahmen eines Retrofit erfolgen und Einfluss auf das Sicherheitskonzept nehmen. Mit jeder wesentlichen Veränderung stellt sich damit die Frage nach Verantwortlichkeiten, nach der Zuordnung von Planung, Umsetzung und Dokumentation sowie nach der belastbaren Darstellung der technischen Zusammenhänge.

Dieser Wandel ist nicht ausschließlich mit zusätzlichen Anforderungen verbunden. Mit der strukturierten Dokumentation von Änderungen, der klaren Zuordnung von Verantwortlichkeiten und der prüfbaren Steuerungslogik entsteht zugleich eine höhere Transparenz im Betrieb. Sie kann zu mehr Sicherheit beitragen, ungeplante Ausfälle reduzieren, Wartung und Weiterentwicklung besser planbar machen und Entscheidungen auf eine belastbare Informationsbasis stellen.

In der Praxis existieren bereits Lösungen, die diese regulatorischen Anforderungen erfüllen. Das steirische Unternehmen Selmo Technology entwickelt seit Jahren Standards, um Maschinenprozesse strukturiert, nachvollziehbar und dokumentiert darzustellen. Ziel ist es, Abläufe so aufzubereiten, dass sie technisch verständlich und regulatorisch belastbar sind.

„Die neue Maschinenverordnung macht deutlich, dass Verantwortung für Maschinen nicht allein in der Technik liegt. Unternehmen sind gefordert, bestehende Anlagen strategisch weiterzuentwickeln, mit Blick auf Transparenz, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit. Und wir bieten schon jetzt die Lösung dafür“, sagt Selmo CEO Markus Gruber.

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