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Sondermaschinenbauer Optima wächst auf 850 Mio. Euro

08.04.2026

Die Optima Unternehmensgruppe steigerte 2025 den Umsatz um gut sechs Prozent auf 850 Millionen Euro und schuf 300 neue Stellen, womit die Belegschaft auf 3.700 Mitarbeitende an 18 internationalen Standorten wuchs. Als Sondermaschinenbauer in Familienbesitz behauptete sich das Unternehmen damit auch in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld.

Die Leitung der Optima Unternehmensgruppe blickt auf ein erfolgreich abgeschlossenes Geschäftsjahr: CEO Optima Pharma Dr. Johannes-Thomas Grobe (von links nach rechts), Chairman Hans Bühler, CEO Dr. Stefan König und CFO Dr. Christoph Müller. | Foto: OPTIMA
Die Leitung der Optima Unternehmensgruppe blickt auf ein erfolgreich abgeschlossenes Geschäftsjahr: CEO Optima Pharma Dr. Johannes-Thomas Grobe (von links nach rechts), Chairman Hans Bühler, CEO Dr. Stefan König und CFO Dr. Christoph Müller. | Foto: OPTIMA

Neben dem organischen Wachstum trieb Optima den Ausbau seines globalen Netzwerks voran: Neue Niederlassungen entstanden in Irland, Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten; in den USA wurde die Präsenz erweitert, in Indien ein etabliertes Engineering-Team übernommen und in China die lokale Maschinenproduktion ausgebaut. Diese Investitionen stärken die Kundennähe und verkürzen Projektlaufzeiten.

Annex 1 und GLP-1 prägen das Pharmageschäft des Sondermaschinenbauers

„Unsere Entwicklung zeigt, dass spezifisches technisches Branchen-Know-how und neue Lösungen für dynamische Märkte und regulatorische Anforderungen für unsere Kunden entscheidend sind“, sagte Dr. Stefan König, CEO der Optima Unternehmensgruppe. Das Segment Pharma und Diagnostik verzeichnete 2025 erneut eine hohe Dynamik. Besonders gefragt waren Abfüllanlagen für GLP-1-Wirkstoffe sowie High-Potent-Produkte, aseptische Anwendungen, Isolator-Technologien und Gefriertrocknung. Treiber dieser Nachfrage ist unter anderem die verschärfte regulatorische Anforderung durch EU-GMP Annex 1, auf die sich Optima mit Kompetenz entlang des gesamten Prozess- und Anlagendesigns ausgerichtet hat.

Kunden setzen auf Hochleistungs‑Spritzenanlagen von Optima, weil sie Dosiergenauigkeit, Effizienz und Sterilität in einer durchgängig integrierten Linie für vorgefüllte Spritzen verbinden. | Foto: OPTIMA
Kunden setzen auf Hochleistungs‑Spritzenanlagen von Optima, weil sie Dosiergenauigkeit, Effizienz und Sterilität in einer durchgängig integrierten Linie für vorgefüllte Spritzen verbinden. | Foto: OPTIMA

„Annex 1 verändert Investitionsentscheidungen grundlegend“, sagte Dr. Johannes-Thomas Grobe, CEO Optima Pharma. „Unsere Kunden erwarten Lösungen, die regulatorisch standhalten und gleichzeitig Effizienz und Flexibilität sichern.“ Optima unterstützt Pharmahersteller weltweit dabei, die neuen Vorgaben in validierbare und wirtschaftlich tragfähige Anlagenkonzepte zu übersetzen.

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EU-Verpackungsverordnung beschleunigt Investitionen in faserbasierte Verpackungslösungen

Im Konsumgüterbereich stand 2025 die Reaktion auf die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) im Vordergrund. Der regulatorische Druck veränderte die Investitionsprioritäten vieler Hersteller und beschleunigte den Wechsel zu alternativen Verpackungslösungen. Optima reagierte mit gezielten Investitionen in neue Technologien: Das Unternehmen begann mit Konstruktion und Bau einer Anlage für Dry Molded Fiber und Papierumformung, mit dem Ziel, faserbasierte Verpackungslösungen industriell skalierbar zu machen. Der Fokus liegt dabei auf der Verbindung von regulatorischer Konformität, Ressourceneffizienz und wirtschaftlicher Serienfähigkeit.

Dry Molded Fiber und Papierumformung sind eines der Zukunftsthemen der Konsumgüterbranche: Die europäische Verpackungsordnung PPWR schränkt in den kommenden Jahren den Einsatz von Plastik weiter ein. Optima arbeitet mit seinen Experten an wirtschaftlich tragbaren Alternativen. | Foto: OPTIMA
Dry Molded Fiber und Papierumformung sind eines der Zukunftsthemen der Konsumgüterbranche: Die europäische Verpackungsordnung PPWR schränkt in den kommenden Jahren den Einsatz von Plastik weiter ein. Optima arbeitet mit seinen Experten an wirtschaftlich tragbaren Alternativen. | Foto: OPTIMA

Diese Lösung wird zusammen mit weiteren Fiber-Technologien erstmals auf der Interpack im Mai 2026 in Düsseldorf gezeigt. In den Märkten für Home- und Personal-Care, Kosmetik sowie Nahrungsmittel hielt die Nachfrage nach leistungsfähigen und flexiblen Maschinenlösungen an, getrieben von kürzeren Innovationszyklen und steigenden Anforderungen an Effizienz und Prozesssicherheit. Im Nonwovens-Bereich profitierte Optima von langfristigen Wachstumstrends in der Hygiene, insbesondere durch steigende globale Nachfrage nach Adult- und Inkontinenzprodukten.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit als wirtschaftliche Faktoren

Ergänzend zum Maschinen- und Anlagenbau baute Optima 2025 sein Portfolio softwarebasierter Lösungen aus. Dazu zählen HMI- und SCADA-Systeme, Digitale Zwillinge, Assistenzsysteme sowie der Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Prozessoptimierung, Qualitätssicherung und vorausschauenden Wartung. Cybersicherheit ist dabei integraler Bestandteil der digitalen Architektur; das Unternehmen ist nach ISO 27001 zertifiziert.

In der Nachhaltigkeitsstrategie wurden 2025 messbare Fortschritte erzielt. Mit dem ersten Nachhaltigkeitsbericht und der erneuten Bestätigung der EcoVadis-Platinmedaille zählt Optima zu den besten ein Prozent der von EcoVadis bewerteten Unternehmen. „Nachhaltigkeit und Informationssicherheit sind heute klare wirtschaftliche Faktoren“, sagte König. „Sie beeinflussen Investitionsentscheidungen und sind integraler Bestandteil unserer Wettbewerbsfähigkeit.“

Infrastruktur und Fachkräfte als Basis für weiteres Wachstum

2025 investierte Optima intensiv in Trainings- und Entwicklungsprogramme für Mitarbeitende und Kunden. Tausende Schulungstage fanden im Trainingszentrum in Schwäbisch Hall und direkt vor Ort bei Kunden weltweit statt. Gleichzeitig wurden drei neue Gebäude in Schwäbisch Hall, Mornshausen und Radolfzell fertiggestellt sowie die Eigenfertigung ausgebaut und modernisiert.

Für das laufende Geschäftsjahr setzt Optima auf Wachstum durch Technologie, Kundennähe und Umsetzungskraft. Die Engineering-Basis, die internationale Präsenz und das Portfolio an innovativen Prozesslösungen bilden die Grundlage, um Kunden weltweit in strategischen Projekten zu begleiten.

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