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Synthetische Fasern aus biobasierten Rohstoffen

22.08.2025

Das Kooperationsprojekt „teXirc“ zielt auf die Entwicklung synthetischer Fasern und Textilien auf Basis biobasierter Rohstoffe, die besser recyclebar sind. Die VolkswagenStiftung unterstützt das Vorhaben mit 1,4 Millionen Euro im Rahmen ihrer Förderinitiative „Circularity with recycled and biogenic resources“.

Für die Entwicklung biobasierter, besser recyclebarer synthetischer Fasern und Textilien erhält das Forschungsprojekt „teXirc“ 1,4 Millionen Euro Förderung durch die VolkswagenStiftung. | Bild: Kaboompics.com, pexels
Für die Entwicklung biobasierter, besser recyclebarer synthetischer Fasern und Textilien erhält das Forschungsprojekt „teXirc“ 1,4 Millionen Euro Förderung durch die VolkswagenStiftung. | Bild: Kaboompics.com, pexels

Unter der Leitung von Prof. Stefan Mecking, Universität Konstanz, arbeiten Forschende der RWTH Aachen und des Deutschen Instituts für Textil- und Fasertechnik Denkendorf an Materialien, die sich industriell herstellen und verarbeiten lassen. Ziel ist die Entwicklung synthetischer Fasern, die unter milden technischen Bedingungen in geschlossenen Kreisläufen recycelbar sind.

Synthetische Fasern und Kreislauffähigkeit in der Textilindustrie

Faserbasierte Produkte und Textilien tragen maßgeblich zum Ausstoß von Treibhausgasen, zum Ressourcenverbrauch und zur Belastung durch Mikroplastik bei. Die Ursachen liegen unter anderem in der mangelnden Kreislauffähigkeit konventioneller Materialien.

„Ein großes Hindernis bei der Lösung der Probleme der Faser- und Textilindustrie in Zusammenhang mit den Belastungsgrenzen unseres Planeten besteht darin, dass die heute etablierten Fasermaterialien nicht für die Kreislaufwirtschaft konzipiert wurden“, erklärt Prof. Stefan Mecking, Fachbereich Chemie der Universität Konstanz.

Entwicklung recyclingfähiger synthetischer Fasern

Im Projekt „Textile Materials Designed for Circularity“ („teXirc“) entstehen synthetische Fasern aus nachhaltigen Rohstoffen. Diese Materialien sollen sich industriell verarbeiten lassen und in geschlossenen Kreisläufen recycelbar sein.

„Wir setzen dabei auf Materialien mit einer Polyethylen-ähnlichen Kristallinität, in die wir in geringer Dichte funktionelle Gruppen einbauen, die eine Art molekulare Sollbruchstelle darstellen. Dadurch können die langen Kohlenstoffketten, aus denen Kunststoffe und synthetische Fasern bestehen, sehr effektiv enzymatisch aufgebrochen werden – zum Beispiel im Zuge von Recyclingverfahren“, so Mecking.

Anwendung und Skalierung bis zur Prototypenreife

Ziel des Projekts ist die Entwicklung synthetischer Fasern und passender Recyclingverfahren bis zur Prototypenreife. Damit sollen die neuen Materialien in der industriellen Praxis einsetzbar gemacht werden. Zusätzlich ist vorgesehen, dass die Materialien auch dann umweltverträglich sind, wenn sie freigesetzt werden – etwa durch Faserabrieb beim Waschen.

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