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Tausendste Ergomodul geht an Weinkellerei Lenz Moser

13.07.2026

Krones hat die tausendste Ergomodul gefertigt. Die säulenlose Etikettiermaschine geht an die österreichische Weinkellerei Lenz Moser, die damit künftig ihre Weinflaschen ausstattet.

Krones Vorstand Ralf Goldbrunner (links) überreicht an Matthias Ritzberger, Vorstand bei Lenz Moser, eine Jubiläumsplakette anlässlich der tausendsten Ergomodul. | Foto: Krones AG
Krones Vorstand Ralf Goldbrunner (links) überreicht an Matthias Ritzberger, Vorstand bei Lenz Moser, eine Jubiläumsplakette anlässlich der tausendsten Ergomodul. | Foto: Krones AG

Die Fertigung fällt mit mehreren Jubiläen des Herstellers aus Neutraubling zusammen, nämlich 75 Jahre Etikettiertechnik und 25 Jahre Modul-Etikettiermaschine. Die Ergomodul bildet heute das Hightech-Modell einer Baureihe, die Krones seit 2017 in Serie fertigt.

Wechselbare Aggregate machen die Ergomodul vielseitig

Die Ergomodul verbindet eine säulenlose Basismaschine mit freistehenden, wechselbaren Aggregaten, die sämtliche Etikettierarten abdecken. Verarbeitet werden Blattetiketten mit Kalt- oder Heißleim ebenso wie Rollenetiketten mit Heißleim oder in selbstklebender Ausführung. Das Andocken der Aggregate folgt dem Plug-and-Label-Prinzip, bei dem die Schnittstellen für Luft, Wasser, Strom und Daten bereits in die Andockstationen der Grundmaschine integriert sind.

Dieser Aufbau senkt den Bedienaufwand, verkürzt die Umrüstzeiten und steigert dadurch die Effizienz der Maschine. Der säulenlose Karussellbereich erleichtert zugleich die Reinigung und verbessert die Ergonomie für das Bedienpersonal. Bei der Nachhaltigkeit setzt Krones auf energieeffiziente, enviro zertifizierte Servoantriebe. Darüber hinaus lassen sich dank der langjährigen Erfahrung in der Etikettiertechnik auch dünnste Etiketten mit einer Stärke von nur wenigen Zehntelmillimetern zuverlässig verarbeiten.

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Sieben Jahrzehnte Etikettiertechnik aus Neutraubling

Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der Etikettiertechnik. 1951 baute Firmengründer Hermann Kronseder die erste halbautomatische Etikettiermaschine und entwickelte das Maschinenportfolio in den folgenden Jahrzehnten laufend weiter. 2001 brachte Krones die erste Modul-Etikettiermaschine auf den Markt, auf der sich Nass- und Selbstklebe-Etiketten gemeinsam verarbeiten ließen.

Für die Kunden brachte diese Lösung Vorteile bei Flexibilität und Kosten, während Krones selbst die Varianz im Portfolio deutlich verringerte. Nach einer schrittweisen Überarbeitung der Plattform ging 2017 die EM-Baureihe in Serie, deren Hightech-Modell die Ergomodul bildet. Das Kürzel EM steht dabei für Ergonomic Model. Mit den Jubiläen des Jahres 2026 fällt nun die Fertigung der tausendsten Maschine dieses Typs zusammen.

Digitale Anbindung erkennt Störungen vor dem Stillstand

Ein wesentlicher Entwicklungstreiber der jüngeren Zeit war die Digitalisierung. Die Maschine lässt sich an das Tool Shopfloor Guidance anbinden und meldet automatisch, sobald ein manueller Eingriff erforderlich ist. Über Predictive Maintenance werden Abweichungen im Maschinenverhalten frühzeitig erkannt, sodass das Wartungspersonal rechtzeitig Handlungsempfehlungen erhält, bevor es zu einem Stillstand kommt.

Für mehr Autarkie und Automatisierung ist die Ergomodul im Rahmen der neuen Liniengeneration Ingeniq als Teil des ErgoBloc L mit einer Label Supply Unit erhältlich. In dieser Ausführung stellt eine Roboterzelle die Etiketten automatisch bereit, legt sie nach und verklebt sie bei voller Geschwindigkeit. Seit der Serienreife 2017 hat Krones die Maschine fortlaufend überarbeitet, sodass sie sich heute als Einzelmaschine ebenso wie in sämtlichen Blockvarianten in eine Glas- oder PET-Linie integrieren lässt.

Lenz Moser veredelt seine Weinflaschen in Rohrendorf

Die tausendste Ergomodul steht derzeit in der Produktionshalle in Neutraubling, wo ihre künftigen Eigentümer von der österreichischen Weinkellerei Lenz Moser sie beim Factory Acceptance Test in Augenschein nahmen. Krones Vorstand Ralf Goldbrunner überreichte Matthias Ritzberger, Vorstand der Weinkellerei Lenz Moser, anlässlich der Jubiläumsmaschine eine Plakette.

„Krones und uns verbindet ein gemeinsames Mindset: Wir stellen Qualität, Tradition und Fortschritt in den Mittelpunkt“, erklärt Matthias Ritzberger. „Mit der neuen Etikettiermaschine erzielen wir sicherlich einen Quantensprung bei der Ausstattung unserer Flaschen: Das Druckbild ist besser, der Auftrag der Etiketten ist präziser und wir können verschiedenste Etikettenarten aufbringen und so unsere Flaschen veredeln. Es ist schön, die Maschine jetzt erstmals laufen zu sehen und wir freuen uns schon auf die Inbetriebnahme bei uns in Rohrendorf bei Krems.“

Integriert wird die Ergomodul gemeinsam mit weiteren Neumaschinen im Trockenteil ab dem Sommer in eine bestehende Krones Linie. Sie soll dort künftig 18.000 Glasflaschen pro Stunde mit Selbstklebeetiketten ausstatten, und zwar in Behältergrößen zwischen 0,25 und 1,0 Liter. Inzwischen ist im Schnitt jede zweite verkaufte Rundläufer-Etikettiermaschine von Krones eine Ergomodul.

Über Krones

Das Technologieunternehmen Krones mit Hauptsitz in Neutraubling entwickelt und fertigt Maschinen und komplette Anlagen für die Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik. Ergänzt wird das Portfolio durch Produkte und Services der Tochtergesellschaften, etwa Lösungen für Digitalisierung, Intralogistik und Kunststoffrecycling. Weltweit beschäftigt Krones mehr als 21.000 Mitarbeitende, der Konzernumsatz 2025 betrug 5,66 Milliarden Euro. Zum Konzern gehören neben der börsennotierten Krones AG mehr als 100 Tochtergesellschaften und Standorte.

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