Mit TRLLN geht ein eigenständiges Technologie-Spin-off von IFCO an den Start, das Unternehmen den Überblick über große, schnell bewegte Asset-Netzwerke verschafft. Anders als herkömmliche Tracking-Modelle mit Gates, Scannern oder fest installierter Hardware kommt der infrastrukturfreie Ansatz ohne feste Installationen entlang der Lieferkette aus, was eine schnellere Einführung bei geringerer betrieblicher Komplexität ermöglicht.

Zugänglich wird die zugrundeliegende Technologie damit auch über das IFCO-Partnernetzwerk hinaus. TRLLN richtet sich an Branchen, in denen die Nachverfolgbarkeit von Beständen geschäftskritisch ist, und lässt sich über ein eigenes Dashboard nutzen oder per Schnittstelle in bestehende Systeme integrieren.
TRLLN verlagert die Nachverfolgung in das Objekt selbst
Kernstück der Lösung ist der sogenannte Intelligent Node, ein Etikett auf Basis von Bluetooth Low Energy, das etwa die Größe einer Briefmarke hat und gedruckte Elektronik mit einem eigens entwickelten Chip vereint. Diese vernetzten Etiketten reisen mit den Assets mit, statt auf Zugangskontrollen, Anlagenhardware oder lokale Infrastruktur angewiesen zu sein. Die Plattform verbindet sie mit Cloud-Software, verwalteter Konnektivität und KI-gestützten Analysen, um Standort, Bewegung und Zustand sichtbar zu machen, und lässt sich über ein eigenes Dashboard oder eine Schnittstelle in bestehende Systeme einbinden.

Entwickelt wurde die Technologie bei IFCO, wo sie sich in einem der größten Netzwerke für Mehrwegverpackungen mit weltweit über 400 Millionen Transportbehältern bewährt hat. Diese Größenordnung ermöglichte eine kostengünstige Lösung, die nun auch außerhalb des IFCO-Partnernetzwerks verfügbar ist und als Jahresabonnement angeboten wird, dessen Preis sich nach der Anzahl der Objekte richtet. Auf eine zentrale Schwachstelle verweist Dr. Sebastian Grams, CEO von TRLLN und Chief Digital Officer bei IFCO. „Häufig entstehen Lücken in der Nachverfolgbarkeit beim Transport zwischen Standorten, wo der Einsatz herkömmlicher Tracking-Systeme am schwierigsten ist“, erklärt er. „TRLLN schließt diese Lücken, indem die Intelligenz in das Objekt selbst integriert wird. Die Lösung ist sofort einsatzbereit und auf schnelle Implementierung ausgelegt. Gleichzeitig liefert sie Unternehmen Daten, um Verluste zu reduzieren, die Auslastung ihrer Bestände zu verbessern und komplexe Lieferketten effektiver zu verwalten.“
Branchenübergreifend gegen Verluste und ungenutzte Bestände
Über die reine Ortung hinaus beantwortet die Plattform vier Fragen zur Nachverfolgbarkeit, die sich in vielen Branchen gleichermaßen stellen: wo sich die Ware befindet, ob sie in einwandfreiem Zustand ist, ob sie ihren Bestimmungsort erreicht hat und wie ihre gesamte Bewegungshistorie aussieht. Einsetzbar ist sie überall dort, wo Unternehmen große Bestände wiederverwendbarer und mobiler Assets verwalten, von Paletten, Behältern und Kisten bis zu Teilen und Industrieausrüstung. Als Anwendungsfelder nennt IFCO unter anderem Einzelhandel, Konsumgüter und Automobilindustrie ebenso wie Gesundheitswesen, Luftfahrt, Bauwesen, Infrastrukturservices, Restaurantketten, Paketlogistik und Fremdlogistik.

Der Nutzen reicht dabei von der Reduzierung von Anlagen- und Produktverlusten über eine verbesserte Bestandsverwaltung bis zur Temperaturüberwachung in Kühlketten und zu digitalen Produktpass-Anwendungen. Wirtschaftlich fällt das Thema ins Gewicht, denn allein die weltweiten Verluste und Diebstähle werden auf jährlich 30 bis 50 Milliarden US-Dollar geschätzt, während herkömmliche Ortungssysteme in dynamischen Umgebungen mit vielen Partnern oft zu kostspielig und komplex zu skalieren sind. Mike Pooley, CEO von IFCO, ordnet den Schritt ein. „Als führendes Unternehmen in der Verpackungslogistik für frische Lebensmittel haben wir erkannt, dass die digitale Transparenz, die wir für unser Netzwerk entwickelt haben, branchenübergreifend relevant ist. Jede Organisation, die Millionen von beweglichen Gütern verwaltet, steht vor den gleichen Herausforderungen. Mit TRLLN machen wir eine Lösung verfügbar, mit der Unternehmen dieses Problem kosteneffizient und in einem bisher unerreichten Maßstab adressieren können.“


