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Vom Altfahrzeug zum Sekundärrohstoff in der Automobilindustrie

11.02.2026

Die BMW Group und PreZero haben eine strategische Kooperation geschlossen, um die Kreislaufwirtschaft in der europäischen Automobilindustrie voranzubringen. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung eines Geschäftsmodells zur Verwertung von Altfahrzeugen, um einen geschlossenen Material- und Verwertungskreislauf zu etablieren.

Das Altfahrzeug als Ausgangspunkt für Wiederverwendung und Recycling von Materialien. | Foto: BMW Group
Das Altfahrzeug als Ausgangspunkt für Wiederverwendung und Recycling von Materialien. | Foto: BMW Group

Die Kooperation bündelt die Expertise beider Unternehmen aus Altfahrzeugverwertung und Kreislaufwirtschaft. Altfahrzeuge sollen konsequent als Materialquelle genutzt werden, um Rohstoffabhängigkeiten zu reduzieren und Lieferketten resilienter zu gestalten. Gleichzeitig soll der Bedarf an Primärrohstoffen durch Wiederverwendung und Recycling deutlich gesenkt werden.

Altfahrzeuge werden zur systematischen Materialquelle

Im Rahmen der Zusammenarbeit erschließen die BMW Group und PreZero die strategischen und wirtschaftlichen Potenziale der Kreislaufwirtschaft in der Altfahrzeugverwertung. Der Ansatz setzt entlang des gesamten Fahrzeuglebenszyklus an und zielt darauf ab, Materialien und Komponenten möglichst lange im Kreislauf zu halten. Altfahrzeuge werden dabei als Ausgangspunkt geschlossener Material- und Verwertungskreisläufe betrachtet.

Zunächst sollen Fahrzeugkomponenten durch weitere Nutzung möglichst lange im Kreislauf verbleiben. In einem weiteren Schritt sollen innovative Verwertungsprozesse dazu beitragen, hochwertige Recyclingmaterialien und Rohstoffe für den erneuten Einsatz zu gewinnen. Die Wiederverwendung von Komponenten sowie das Recycling von Wertstoffen wie Stahl, Aluminium, Kunststoffen und Batterierohstoffen sind Bestandteil dieses Ansatzes. Für die BMW Group ist die Kreislaufwirtschaft bereits ein zentrales Element der Unternehmensstrategie.

v.l.n.r.: Ronald Bornée (Geschäftsleitung Business Development und Sales PreZero Deutschland), Carsten Dülfer (CEO PreZero Deutschland), Ralf Hattler (Senior Vice President Customer Support und Aftersales BMW Group) & Alexander Efthimiou (Senior Vice President Business Development BMW Group). | Foto: PreZero
v.l.n.r.: Ronald Bornée (Geschäftsleitung Business Development und Sales PreZero Deutschland), Carsten Dülfer (CEO PreZero Deutschland), Ralf Hattler (Senior Vice President Customer Support und Aftersales BMW Group) & Alexander Efthimiou (Senior Vice President Business Development BMW Group). | Foto: PreZero

Ralf Hattler, Senior Vice President Customer Support und Aftersales der BMW Group, sagt:„Die Zusammenarbeit mit PreZero ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, die Kreislaufwirtschaft als echtes Geschäftsmodell zu etablieren. Für die BMW Group ist sie schon jetzt zentrales Element der Unternehmensstrategie und ein Schlüssel zur Reduktion von CO₂ und Ressourcenschonung. Gemeinsam mit PreZero schaffen wir die Voraussetzungen, um die gesamte Wertschöpfungskette eines Fahrzeugs so zu gestalten, dass Materialien und Komponenten möglichst lange und hochwertig im Kreislauf bleiben. Unser Ziel ist es, den Bedarf an Primärmaterial deutlich zu senken und die Lieferketten resilienter zu gestalten.“

Wissenstransfer von Design for Recycling bis Batterierecycling

Das Fundament der Kooperation bildet der Wissenstransfer entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die BMW Group bringt ihre Expertise aus dem Design for Recycling, Erkenntnisse aus der Altfahrzeugverwertung im eigenen Recycling- und Demontagezentrum (RDZ) sowie ihre Material- und Fertigungskompetenz in die Zusammenarbeit ein. Im RDZ entwickelt und erprobt die BMW Group seit rund 30 Jahren Verfahren zur praktischen Wiederverwertung von Teilen und Wertstoffen.

Demontage von Hochvoltbatterien als Teil der Altfahrzeugverwertung. | Foto: BMW Group
Demontage von Hochvoltbatterien als Teil der Altfahrzeugverwertung. | Foto: BMW Group

Darüber hinaus ist die BMW Group seit mehreren Jahren direkt in praxisnahe Recyclingprozesse für Hochvoltbatterien eingebunden und spielt die dabei gewonnenen Erkenntnisse in die Entwicklungsabteilungen zurück. PreZero steuert Know-how zu europäischen Stoffströmen und Sortiertechnologien bei und greift dabei auch auf seine umfassende Expertise als einer der führenden Batterierecycler in Europa zurück. Gemeinsam werden innovative und effiziente Verwertungsprozesse für Altfahrzeuge erprobt und bis zur Serienreife gebracht sowie neue Ansätze für das Stoffstrommanagement erarbeitet. Carsten Dülfer, CEO von PreZero in Deutschland, erklärt: „Gemeinsam entwickeln wir skalierbare Lösungen, die nicht nur die strengen Anforderungen an Compliance und Nachhaltigkeit erfüllen, sondern die Dekarbonisierung der Industrie in ganz Europa aktiv vorantreiben. Wir schließen damit die Lücke zwischen Automobilentwicklung und Recycling-Realität.“

Die Kooperation steht im Einklang mit der Kreislaufwirtschaftsstrategie und den Resilienzbestrebungen der Europäischen Union und zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie zu stärken.

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