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Wien als Treffpunkt des europäischen Proteinsektors

30.06.2026

Donau Soja hat bei seiner jährlichen Generalversammlung und Networking-Veranstaltung in Wien Verarbeiter, Wissenschaftler, Einzelhändler und politische Entscheidungsträger aus 22 Ländern versammelt, die ein gemeinsames Ziel verbindet: den europäischen Proteinsektor voranzubringen. Mehrere Podiumsdiskussionen, unter anderem mit der Europäischen Kommission, boten den Rahmen für Wissensaustausch und Vernetzung.

Donau Soja lud in Wien zu seiner jährlichen Generalversammlung und Networking-Veranstaltung ein. | Foto: Maria Klymenko
Donau Soja lud in Wien zu seiner jährlichen Generalversammlung und Networking-Veranstaltung ein. | Foto: Maria Klymenko

Ein zentrales Thema war der für Juli angekündigte EU-Proteinplan, mit dem der Anbau von Eiweißpflanzen in Europa ausgebaut und die Abhängigkeit von Importen aus Übersee verringert werden soll. Die Veranstaltung machte zugleich deutlich, wo die europäische Proteinproduktion heute steht und welche Weichen für die kommenden Jahre zu stellen sind.

Eine Gemeinschaft, die seit dreizehn Jahren Wertschöpfungsketten verbindet

Die Generalversammlung verstand sich als Treffen einer Gemeinschaft, die Akteure aus 22 Ländern entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbindet, vom Verarbeiter bis zum Einzelhandel. Die Teilnehmer gingen mit neuen Kontakten, frischen Perspektiven und einem gestärkten Gefühl der Zugehörigkeit nach Hause. Diesen Nutzen teilten viele: „Es hilft einem zu verstehen, wohin sich der Sojamarkt entwickelt.“

Diese Vernetzung baut auf dreizehn Jahren Vertrauen, Fachkompetenz und verlässlichen Partnerschaften auf dem gesamten Kontinent auf. Nach bedeutenden strategischen und strukturellen Veränderungen im vergangenen Jahr widmet sich Donau Soja 2026 dem Ausbau und der Weiterentwicklung europäischer Protein-Wertschöpfungsketten und der damit verbundenen Proteinsouveränität für Europa. Der europäische Proteinsektor sei bereit, den nächsten Schritt zu gehen, so die Botschaft aus Wien.

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Der EU-Proteinplan und die Zukunft des europäischen Proteinsektors

Einen Höhepunkt bildete die Podiumsdiskussion zur Frage, wie neue politische Rahmenbedingungen der EU und geopolitische Veränderungen den europäischen Proteinmarkt neugestalten. Auf dem Podium diskutierten Koen Dillen, Referatsleiter bei der Europäischen Kommission, Matthias Krön, Präsident von Donau Soja, René van der Poel von ADM Straubing und Dr. Pierre-Marie Aubert vom IDDRI. Koen Dillen betonte, dass mit dem für Juli angekündigten EU-Proteinplan die Weichen für den Ausbau des europäischen Anbaus von Eiweißpflanzen und für eine geringere Abhängigkeit von Importen aus Übersee gestellt seien.

Matthias Krön machte den Handlungsbedarf deutlich: „Europa braucht eine Proteinstrategie, die echte Wirkung entfaltet. Wir haben die Werkzeuge, das Netzwerk und das Wissen, um Europas Proteinversorgung zu stärken. Jetzt braucht es den politischen Willen zu handeln. Ohne diesen wird die Ernährungssicherheit unseres Kontinents gefährdet.“ Die Agenda spannte den Bogen von der EU-Politik und der Proteinsouveränität über den Klimawandel in der landwirtschaftlichen Praxis bis zu Innovationen bei pflanzlichen Lebensmitteln und zeigte damit, an welchen Stellen der europäische Proteinsektor heute steht und welche Weichen für seine Zukunft zu stellen sind.

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