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Wien sammelt 14 Prozent mehr Verpackungen

25.06.2026

Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und die Wiener Magistratsabteilung 48 (MA 48) verzeichnen für 2025 einen deutlichen Anstieg bei der getrennten Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen in Wien. In der Gelben Tonne und im Gelben Sack kamen mehr als 15.000 Tonnen zusammen, womit die Nettosammelmenge dieser Verpackungen gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent stieg.

ARA und die Wiener MA 48 sammelten 2025 um 14 Prozent mehr Verpackungen, getragen von Infrastruktur und Bewusstseinsbildung. | Foto: MA 48 / Christian Fürthner
ARA und die Wiener MA 48 sammelten 2025 um 14 Prozent mehr Verpackungen, getragen von Infrastruktur und Bewusstseinsbildung. | Foto: MA 48 / Christian Fürthner

ARA und MA 48 führen die Entwicklung auf die ausgeweitete Sammlung von Leichtverpackungen, ein dicht ausgebautes Sammelnetz und eine kontinuierliche Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung zurück. Damit setzt sich der Trend zu einer besseren Trennung von Verpackungen im dicht verbauten städtischen Raum fort.

Gemeinsame Kampagnen machen Mülltrennung im Alltag greifbar

Ein wesentlicher Treiber des Zuwachses ist die gemeinsame Bewusstseinsbildung, die ARA und MA 48 in Wien betreiben. Richtig getrennte Verpackungen halten wertvolle Rohstoffe im Kreislauf und stehen Wirtschaft und Industrie als Sekundärrohstoffe zur Verfügung, weshalb beide Partner ein breites Spektrum an Informations- und Bildungsangeboten nutzen. Die ARA setzt dabei auf Out-of-Home-Kampagnen wie „Jeder Wurf zählt“, auf Aufklärung über Social Media sowie auf Programme wie ARA4kids und die Kinderuni on Tour. Die MA 48 ergänzt das mit Mülltrennkampagnen wie „Tu was für den Kreislauf“ und dem jährlichen Mistfest, dazu kommen Informationsmaterialien wie die 48er-Pocket-Trenninfo in 18 Sprachen. Abfallberater informieren bereits in Kindergärten und Schulen und stehen darüber hinaus als direkte Ansprechpartner zur Verfügung.

„14 Prozent mehr in der Gelben Tonne sind kein Zufall, sondern das Ergebnis eines durchdachten Zusammenspiels aus Infrastruktur, Information und Engagement der Wiener:innen. Wien zeigt eindrucksvoll, dass Kreislaufwirtschaft im urbanen Alltag funktioniert, wenn alle an einem Strang ziehen. Jede korrekt getrennte Verpackung sichert wertvolle Rohstoffe für den Wertstoffkreislauf und reduziert den Bedarf an natürlichen Ressourcen. Abfalltrennung ist ein kleiner Handgriff im Alltag, der große Wirkung für Umwelt und Wirtschaft hat“, erklärt ARA Vorstandssprecher Harald Hauke.

Flächendeckendes Sammelnetz erfasst Verpackungen seit 2023

Die Grundlage für die wachsenden Mengen bildet ein flächendeckendes Sammelnetz, das seit 2023 alle Kunststoff- und Metallverpackungen gemeinsam in der Gelben Tonne und im Gelben Sack erfasst. Die einfache und gut zugängliche Sammlung erleichtert die korrekte Trennung und verbessert das Entsorgungsverhalten.

Den Wiener stehen heute mehr als 20.000 Gelbe Tonnen zur Verfügung, die entweder in den Müllräumen der Wohnhausanlagen oder bei den 4.400 Altstoffsammelinseln im öffentlichen Raum stehen. Rund 46.000 Einfamilien-Haushalte sind zusätzlich über den Gelben Sack angeschlossen, womit die getrennte Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen im gesamten Stadtgebiet verfügbar ist. Der Zuwachs fällt zudem in eine Phase, in der das Einwegpfandsystem die insgesamt erfassten Mengen verringert.

„Richtig Müll trennen und damit etwas für die Umwelt tun, ist gar nicht so schwer. Das beweisen die Wienerinnen und Wiener täglich. Wir sammeln unter anderem weit über 15.000 Tonnen Kunststoff- und Metallverpackungen pro Jahr, ein weiterer wichtiger Schritt näher zu Zero Waste, zu einer Stadt ohne Verschwendung. Getrennte Sammlung ist gelebter Klimaschutz. Gemeinsam mit der ARA setzen wir weiterhin auf Aufklärung der Bevölkerung, deren Unterstützung wir weiterhin brauchen. Ein großes Dankeschön an alle Wienerinnen und Wiener für ihren bisherigen Einsatz. Bauts kan Mist!“, bittet Josef Thon, 48er-Abteilungsleiter.

Hohe Zustimmung der Bevölkerung zur getrennten Sammlung

Dass die getrennte Sammlung breit angenommen wird, bestätigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts IMAS, die im Auftrag der ARA Ende 2025 durchgeführt wurde. 92 Prozent der Wiener bewerten die Idee der getrennten Sammlung von Verpackungen mit „sehr gut“ oder „gut“ und liegen damit über dem österreichweiten Durchschnitt von 91 Prozent. Knapp ein Drittel der Befragten gibt an, künftig noch mehr beziehungsweise noch genauer trennen zu wollen, auch dieser Wert liegt über dem österreichischen Durchschnitt. Für die Erhebung befragte IMAS die Teilnehmer zwischen dem 6. Oktober und dem 7. November 2025 in computergestützten telefonischen Interviews.

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