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Auszeichnung für Kunststoffgalvanik mit Rezyklaten

11.05.2026

BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG hat auf der Surface Technology Germany 2026 in Stuttgart den Oberflächentechnik-Preis „Die Oberfläche“ erhalten. Ausgezeichnet wurde das Remap-Konzept, das hochwertige Class-A-Hochglanzoberflächen aus Kunststoffrezyklaten in der Kunststoffgalvanik ermöglicht – wo bislang schwankende Materialqualität, Haftungsprobleme und sichtbare Defekte den Einsatz verhinderten.

 2. Platz - Remap – Rezyklate erreichen Neuwaren-Niveau in der dekorativen Kunststoffgalvanik. v. l.: Geschäftsführer Dr. Felix Heinzler, Dr. Markus Dahlhaus, Leiter Entwicklung und Prozesstechnik bei BIA Kunststoff- und Galvanotechnik und Juror Dr. Michael Hilt. | Foto: Deutsche Messe AG/ Ole Spata
2. Platz: Remap – Rezyklate erreichen Neuwaren-Niveau in der dekorativen Kunststoffgalvanik. v. l.: Geschäftsführer Dr. Felix Heinzler, Dr. Markus Dahlhaus, Leiter Entwicklung und Prozesstechnik bei BIA Kunststoff- und Galvanotechnik und Juror Dr. Michael Hilt. | Foto: Deutsche Messe AG/ Ole Spata

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA verlieh die Auszeichnung am 5. Mai 2026 zum zehnten Mal. Neben BIA erhielten die SLCR Lasertechnik GmbH gemeinsam mit Dörken Coatings GmbH & Co. KG sowie die Enayati Oberflächentechnik GmbH Auszeichnungen für Innovationen in der laserbasierten Oberflächenreinigung und der Hochtemperatur-Leistungselektronik.

Remap: Kunststoffgalvanik mit aufbereitetem Rezyklat

Der Einsatz von Rezyklaten in der Kunststoffgalvanik scheiterte bislang an schwankender Materialqualität, Haftungsproblemen und sichtbaren Defekten in der Oberfläche. Das von BIA entwickelte Remap-Verfahren löst diese Herausforderungen durch ein mehrstufiges, rein mechanisches Recyclingverfahren, das eine hohe Sortenreinheit und kontrollierte Materialeigenschaften sicherstellt. Galvanisierte Ausschussteile werden dabei in Kunststoff- und Metallfraktionen getrennt, aufbereitet und als galvanisierbares ABS-Rezyklat zurück in den Produktionsprozess geführt.

Das aufbereitete Material erreicht Neuwaren-Niveau in Optik, Funktion und Prozessstabilität. Es lässt sich zu 30 bis 100 Prozent einsetzen, Post-Industrial-Rezyklate können bereits heute vollständig im Kreislauf geführt werden. Der CO2-Fußabdruck sinkt dabei um rund 30 Prozent. Das System ist serienfähig und in bestehende Galvanikprozesse integrierbar.

Kreislaufwirtschaft auf Premiumniveau

Geschäftsführer Dr. Felix Heinzler und Dr. Markus Dahlhaus, Leiter Entwicklung und Prozesstechnik bei BIA Kunststoff- und Galvanotechnik, nahmen die Auszeichnung auf dem Fachforum der Surface Technology Germany 2026 entgegen. Die Fachjury würdigte mit dem Remap-Konzept eine Technologie, die den Weg zu einer zirkulären Kunststoffgalvanik auf Premiumniveau öffnet und damit einen konkreten Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in der Oberflächentechnik leistet.

Die unabhängige Jury bestand aus Dr.-Ing. Martin Metzner vom Fraunhofer IPA, Dr. Martin Riester vom VDMA Oberflächentechnik sowie Dr. Michael Hilt von der Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke e. V. Bewertet wurden alle Einreichungen nach den Kriterien Innovationssprung, Nachhaltigkeit, Enabler-Qualität und industrielle Machbarkeit.

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