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BASF stärkt Kerngeschäfte in neuer Strategiephase

20.07.2026

Die BASF verlagert den Schwerpunkt der nächsten Phase ihrer „Winning Ways“-Strategie auf die Stärkung und das Wachstum ihrer Kerngeschäfte. Den organisatorischen Rahmen bildet ein neu eingerichtetes Core Transformation Office, das direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet und einheitsübergreifende Transformationsprojekte über alle Geschäfts-, Service- und Corporate-Einheiten hinweg steuert.

BASF rückt in der nächsten Phase ihrer „Winning Ways"-Strategie die Stärkung und das Wachstum der Kerngeschäfte in den Mittelpunkt. Ein neu eingerichtetes Core Transformation Office unter Julia Raquet steuert künftig die konzernweite Transformation. | Foto: BASF
BASF rückt in der nächsten Phase ihrer „Winning Ways“-Strategie die Stärkung und das Wachstum der Kerngeschäfte in den Mittelpunkt. Ein neu eingerichtetes Core Transformation Office unter Julia Raquet steuert künftig die konzernweite Transformation. | Foto: BASF

Vorausgegangen ist die weitgehend abgeschlossene Herauslösung der eigenständig operierenden Geschäfte, durch die ein enger gefasster und kohärenterer Unternehmenskern entstanden ist. Unter dem Programm „CoreShift“ bündelt der Konzern nun die Anstrengungen, die zahlungswirksamen Fixkosten im Kerngeschäft bis zum Jahr 2029 zu senken und die Ertragskraft der verbleibenden Geschäfte zu erhöhen.

Neue Steuerungseinheit bündelt die konzernweite Transformation

Im Zentrum der neuen Phase steht das Core Transformation Office, das die Umsetzung der einheitsübergreifenden Projekte verantwortet. Geleitet wird die Einheit von Julia Raquet (50), President bei BASF, die in ihrer neuen Funktion direkt an Dr. Markus Kamieth, den Vorstandsvorsitzenden der BASF SE, berichtet. Erfasst werden sämtliche Kerngeschäfte, die Service-Einheiten sowie die Bereiche des Corporate Centers.

Für Raquet ist die Vereinfachung der Aufstellung der entscheidende Hebel. „Die Aufstellung unserer Kerngeschäfte zu vereinfachen, ist entscheidend, um höchste Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und profitables Wachstum voranzutreiben“, sagt sie. „Wir arbeiten bereits intensiv daran, dieses Ziel zu erreichen. Dies umfasst auch die Restrukturierung unseres größten Verbundstandorts in Ludwigshafen und die Neuausrichtung unserer globalen Service-Einheiten.“

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Vier Segmente tragen die Kerngeschäfte von BASF

Die Kerngeschäfte setzen sich aus den vier Segmenten Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care zusammen. Zusammen erwirtschaften sie einen Umsatz von rund 40 Milliarden Euro und machen das Unternehmen nach eigenen Angaben zum größten diversifizierten Chemieunternehmen der Welt.

Kennzeichnend für dieses Portfolio ist die tiefe Integration in lange Wertschöpfungsketten, die von Basischemikalien bis zu kundennahen Chemieprodukten reicht. BASF bietet Produkte auf jeder Stufe dieser Ketten an und stützt sich dabei auf wettbewerbsfähige Technologien sowie auf lokale Produktion für lokale Märkte in allen Regionen. Aus diesem fokussierten Kernportfolio ergeben sich nach Darstellung des Konzerns weitere Ansatzpunkte zur Vereinfachung.

Kamieth ordnet die Neuausrichtung strategisch ein. „Unsere Kerngeschäfte stehen für starke Marktpositionen, und dafür, Innovationen voranzutreiben, und die grüne Transformation unserer Kunden zu ermöglichen. Mit der Herauslösung der eigenständig aufgestellten Geschäfte schaffen wir einen Kern, der fokussierter und kohärenter ist“, sagt der Vorstandsvorsitzende. „Unser klarer Fokus liegt darauf, in unseren Kerngeschäften höchste Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen und Synergien bestmöglich zu nutzen, um die Ertragskraft dieser Geschäfte zu steigern.“

Standardisierte Prozesse und KI als Hebel der Einsparungen

Das Programm „CoreShift“ baut auf bereits laufenden Initiativen auf und erweitert sie um einen weltweit einheitsübergreifenden Transformationsansatz. Bis zum Jahr 2029 sollen die zahlungswirksamen Fixkosten im Kerngeschäft gegenüber dem Stand von 2024 netto um bis zu 20 Prozent sinken.

Zu den wesentlichen Hebeln zählen die weitere Vereinfachung von Prozessen und Organisation sowie weltweit harmonisierte Geschäftsprozesse und standardisierte IT-Lösungen. Möglich werden diese durch ein eigenes ERP-System (Enterprise Resource Planning) für die Kerngeschäfte und durch den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz in der gesamten BASF-Gruppe. Zusammen mit der Restrukturierung des Verbundstandorts Ludwigshafen und der Neuausrichtung der globalen Service-Einheiten zielt das Programm darauf, die Wettbewerbsfähigkeit der Geschäfte dauerhaft zu sichern.

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