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DPN2027 bündelt Forschung zu dynamischen Polymernetzwerken

03.11.2026

Die DPN2027 findet im August an der Empa in Dübendorf in der Schweiz statt und stellt kovalente wie nicht-kovalente dynamische Polymernetzwerke in den Mittelpunkt ihres wissenschaftlichen Programms. Das Dynamic Polymer Networks Meeting richtet sich an ein internationales Fachpublikum aus Chemikern, Physikern, Materialwissenschaftlern und Ingenieuren, die auf diesem Gebiet arbeiten.

Das DPN2027 findet im August 2027 an der Empa in Dübendorf in der Schweiz statt. | Foto: Empa
Das DPN2027 findet im August 2027 an der Empa in Dübendorf in der Schweiz statt. | Foto: Empa

Das Programm ist in acht Themenschwerpunkte gegliedert. Sie reichen von supramolekularen und kovalent adaptierbaren Netzwerken über deren Charakterisierung, Verarbeitung und Nachhaltigkeit bis zu Anwendungen in Hydrogelen und Biomaterialien sowie zu nicht-biologischen Anwendungen und Bauelementen.

Chemie und Design dynamischer Netzwerke bei der DPN2027

Die chemischen Grundlagen dynamischer Polymernetzwerke (DPNs) nehmen im Programm der DPN2027 mehrere Schwerpunkte ein. Für supramolekulare Polymernetzwerke stehen die dynamische nicht-kovalente Chemie, neue nicht-kovalente dynamische Chemien und stimuliresponsive Netzwerke auf dem Programm. Der Schwerpunkt zu Grundlagenchemie und Design umfasst neue dynamisch-kovalente Chemie (Dynamic Covalent Chemistry, DCC) für Polymernetzwerke, das Design kovalent adaptierbarer Netzwerke (Covalent Adaptable Networks, CANs) und die Katalyse in CANs. Hinzu kommen DPNs mit Doppelnetzwerk sowie Netzwerke, die mehrere DCCs kombinieren.

Ein eigener Schwerpunkt gilt stimuliresponsiven CANs. Dazu zählen kovalent adaptierbare Netzwerke, die durch Licht oder Wärme aktiviert werden oder auf den pH-Wert reagieren, sowie neuartige stimuliresponsive Materialien.

Für die Charakterisierung und das grundlegende Verständnis der Netzwerke sieht das Programm sowohl molekulare als auch physikalische Methoden für DPNs vor. Weitere Themen sind die Polymerphysik dynamischer und reversibler Netzwerke, die mechanischen, rheologischen, dielektrischen und optischen Eigenschaften von DPNs, Struktur-Eigenschafts-Beziehungen in Netzwerken sowie der molekulare Transport in DPNs.

Vom Recycling bis zum Einsatz in Hydrogelen und Batterien

Bei Verarbeitung und Fertigung nennt das Programm die Fertigung mit DPNs, die Wiederverarbeitung von Duroplasten, Selbstheilung und Formgedächtnis. Ein weiterer Schwerpunkt gilt Materialklassen und Nachhaltigkeit und umfasst biobasierte und biologisch abbaubare DPNs ebenso wie Recycling, Upcycling und Wiederverwendung von DPNs.

Zwei Schwerpunkte der DPN2027 gelten den Anwendungen. Im Bereich Hydrogele und Biomaterialien gehören Hydrogele, der Abbau von Netzwerken, die kontrollierte Wirkstofffreisetzung und das Tissue Engineering dazu. Die nicht-biologischen Anwendungen und Bauelemente reichen von additiver Fertigung und Klebstoffen über flüssigkristalline CANs und weitere Anwendungen für CANs bis zum Themenfeld CANs und Batterien sowie zu flammhemmenden CANs.

Konferenz an der Empa nahe Zürich

Austragungsort der DPN2027 ist die Empa, ein interdisziplinäres Forschungsinstitut des ETH-Bereichs, das Material- und Technologieforschung betreibt. Die Konferenz findet von 17. bis 20. August 2027 statt, die Einreichung von Abstracts beginnt voraussichtlich Anfang Jänner 2027.

Die Empa liegt in Dübendorf, einer Kleinstadt im Umland von Zürich. Vom Flughafen Zürich ist sie in rund 25 Minuten erreichbar, vom Zürcher Hauptbahnhof in rund 15 Minuten.

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