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Normen und Messtechnik für PFAS-Summenparameter

06.11.2026

Analytik Jena gibt am 10. November 2026 um 10 Uhr in einem Web-Seminar einen Überblick darüber, wie sich PFAS in Umwelt- und Abwasserproben über Fluorsummenparameter bestimmen lassen. Anlass sind die neuen Anforderungen der EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) an die Überwachung von organisch gebundenem Fluor.

Analytik Jena Web-Seminar: PFAS-Analytik neu denken. | Grafik: Welkin Media, erstellt mit KI-Unterstützung
Analytik Jena Web-Seminar: PFAS-Analytik neu denken. | Grafik: Welkin Media, erstellt mit KI-Unterstützung

Die drei Referenten des Unternehmens erläutern die Bestimmung des adsorbierbaren organischen Fluors (AOF) nach der Norm DIN EN ISO 18127 und den Ansatz des extrahierbaren organischen Fluors (EOF). Darüber hinaus stellen sie die molekulare Absorptionsspektrometrie als Alternative zur Verbrennungs-Ionenchromatographie vor.

KARL erweitert das Monitoring von PFAS um Summenparameter

Fluorsummenparameter gewinnen mit der KARL neben der Analyse einzelner Verbindungen an Bedeutung. Die Richtlinie erweitert die Überwachung auf die Summe von PFAS, auch als Gesamt-PFAS oder total PFAS bezeichnet, und auf organisch gebundenes Fluor. Die Stoffgruppe ist schwer abbaubar, verbleibt lange in der Umwelt und kann die Wasserqualität beeinträchtigen, weshalb sie zunehmend Gegenstand gesetzlicher Anforderungen ist.

Die Parameter AOF und EOF sollen dabei ein umfassendes Belastungsbild liefern, das über einzelne Verbindungen hinausreicht. Das Verständnis dieser Summenparameter für PFAS bildet den ersten der drei Schwerpunkte des Web-Seminars.

Für AOF gilt DIN EN ISO 18127, für EOF wird eine Norm weiterentwickelt

Die Norm DIN EN ISO 18127 regelt die Bestimmung des AOF und bildet den zweiten Schwerpunkt der Veranstaltung. Die Referenten betrachten die neue Normung im Detail und beleuchten deren praktische Anwendung.

Beim EOF handelt es sich um einen weiteren Ansatz, der die extrahierbaren organischen Fluorverbindungen erfasst. Analytik Jena hat an einem europaweiten Ringversuch teilgenommen, mit dem eine entsprechende Norm weiterentwickelt werden soll, und berichtet über die dabei gesammelten Erfahrungen.

Fluorbestimmung mit AAS-Technologie für Labore, Einleiter und Behörden

Die molekulare Absorptionsspektrometrie auf Basis der AAS-Technologie ist der dritte Schwerpunkt. Die Referenten zeigen, wie sich die Fluorbestimmung in Umweltproben damit beschleunigen und vereinfachen lässt. Das Verfahren kann als Alternative zur klassischen Verbrennungs-Ionenchromatographie eingesetzt werden, wenn Labore PFAS über Fluorsummenparameter bestimmen.

Das Web-Seminar richtet sich an Umweltlabore aus Routine und Forschung, an Betreiber von Abwasserlaboren und Abwasserwerken sowie an Direkt- und Indirekteinleiter. Ebenso angesprochen sind behördliche Überwachungsorgane auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene sowie Beratungs- und Planungsbüros für Abwasserwerke. Die Vorträge halten Holger Sievers, Produktmanager bei Analytik Jena, Olga Weisheit, Applikationsspezialist für Summenparameter, und Stefan Jezierski-Räcke, Industriemanager Umwelt. Das Web-Seminar in deutscher Sprache dauert rund 60 Minuten.

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