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Weiss fertigt Kunststoffbauteile vom Motor bis zum OP

31.08.2026

Schall Messen

Weiss Kunststoffverarbeitung zeigt auf der Fakuma 2026 in Friedrichshafen Kunststoffbauteile, die den Umbruch der Automobilindustrie ebenso abbilden wie den Einstieg in weitere Kundenbranchen. Zu sehen sind motornahe Komponenten für Verbrennungsmotoren, Teile für die Elektromobilität und für Nutzfahrzeuge sowie Anwendungen aus Elektrotechnik, Maschinenbau und Medizintechnik. Die Automobilindustrie ist seit Jahrzehnten die wichtigste Kundenbranche des Unternehmens, deren Transformation Weiss gemeinsam mit den Kunden Schritt für Schritt mitgegangen ist. Getragen wird diese Entwicklung von der Erfahrung beim Einlegen und Umspritzen häufig stromführender Metallkomponenten sowie von der Projektierung komplexer robotergestützter Montage- und Prüfstationen im eigenen Haus.

Umspritzte Metallteile und robotergestützte Montagetechnik

Die Kunststoffbauteile von Weiss entstehen vielfach in Verbindung mit Metall. Metallkomponenten, die oft Strom führen, werden eingelegt und umspritzt, wodurch sich elektrische Funktionen und tragende Kunststoffgeometrien in einem Teil zusammenführen lassen. Wo zwei Materialkomponenten in einem Bauteil zusammenkommen, wird im 2K-Spritzgussverfahren produziert.

Zu den Kernkompetenzen von Weiss gehört die Projektierung von komplexen robotergestützten Montage- und Prüfstationen für die gefertigten Kunststoffbauteile. | Foto: Weiss Illertissen
Zu den Kernkompetenzen von Weiss gehört die Projektierung von komplexen robotergestützten Montage- und Prüfstationen für die gefertigten Kunststoffbauteile. | Foto: Weiss Illertissen

An die Fertigung schließt die Projektierung komplexer robotergestützter Montage- und Prüfstationen an, die Weiss in-house übernimmt. Auf dieser Grundlage entstehen einbaufertige Module, bei denen Herstellung und Prüfung der teils sicherheitsrelevanten Baugruppen in einem Prozess zusammenlaufen. Die Unterstützung der Kunden setzt dabei bereits bei der Entwicklung ihrer Produkte an, und zwar mit Blick auf Effizienz und Nutzen in der späteren Anwendung.

Kunststoffbauteile für Verbrenner und Elektroantriebe

Im traditionellen Automotive-Geschäft stehen Komponenten, die sehr hohe Anforderungen an Verschleiß- und Temperaturbeständigkeit erfüllen müssen. Zu den Exponaten auf der Fakuma gehören Kettenspanner für den Unteröl-Betrieb, die im 2K-Spritzgussverfahren produziert werden und in Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommen. Weitere motornahe und motorintegrierte Bauteile ergänzen dieses Feld.

Parallel dazu hat sich das Programm in Richtung Elektromobilität verschoben. Hochvoltstecker, Komponenten für die Batterietechnik und Sensorgehäuse werden in Friedrichshafen ebenfalls vorgestellt und belegen diesen Weg. Für sie greift der Hersteller sowohl auf das Umspritzen stromführender Metallteile als auch auf die eigene Montage- und Prüftechnik zurück.

Von Lkw-Antriebssträngen bis zu Boxen für den OP

Die Nutzfahrzeugindustrie bildet ein weiteres Standbein, das Weiss auf der Messe gezielt anspricht. Für Lkw und mobile Arbeitsmaschinen liefert das Unternehmen anspruchsvolle Komponenten und Baugruppen, die unter anderem im Antriebsstrang und im Interieur verbaut werden. In den Produktionsstätten in Illertissen und im ungarischen Györ befinden sich dafür aktuell neue und große Projekte im Hochlauf.

Über die Fahrzeugbranchen hinaus ist Weiss mit anspruchsvollen Kunststoffbauteilen bereits in der Elektrotechnik und im Maschinenbau vertreten. Für die Medizinbranche werden erste Produkte gefertigt, darunter Kunststoffboxen mit integrierten Scharnieren für den OP-Gebrauch.

Aktuelle Projekte aus dem Sonderfahrzeugbau und der Intralogistik, dort für fahrerlose Transportsysteme, erweitern das Branchenfeld zusätzlich. Mit diesen Beispielen führt Weiss auf der Fakuma vor, wie Entwicklungsbegleitung, Kunststoffbauteile und automatisierte Montage in einer Hand zusammenwirken.

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