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KI-Software OPTIFICIENT senkt HLK-Energiekosten

30.09.2026

Die KI-Software OPTIFICIENT der Industrial Analytics IA GmbH, eines Unternehmens der Infineon Technologies AG, optimiert Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungstechnik (HLK) in bestehenden Gebäuden und industriellen Produktionsstätten, indem sie Sollwerte automatisch anpasst. Auf der EXPO REAL 2026 in München stellt Industrial Analytics die Lösung Gebäudebetreibern und Facility-Management-Anbietern vor, die HLK-bezogene Energiekosten und Emissionen durch einen effizienteren Betrieb der vorhandenen Infrastruktur senken wollen.

Industrial Analytics verbindet Engineering-, Data-Science- und Software-Expertise zu einer leistungsstarken Kombination. | Foto: Infineon Technologies AG
Industrial Analytics verbindet Engineering-, Data-Science- und Software-Expertise zu einer leistungsstarken Kombination. | Foto: Infineon Technologies AG

In abgeschlossenen Projekten erzielte OPTIFICIENT je nach Gebäudetyp jährliche Einsparungen bei den HLK-Energiekosten von fünf bis 30 Prozent. Entwickelt und validiert wurde die Software unter den Betriebsbedingungen der Halbleiterfertigung, eingesetzt werden kann sie in gewerblichen wie industriellen Gebäuden.

Wie OPTIFICIENT die HLK-Sollwerte in Echtzeit steuert

Kern von OPTIFICIENT sind hybride KI-Modelle, die Methoden der künstlichen Intelligenz mit physikbasierten Modellen verbinden und das Betriebswissen von HLK-Fachleuten und Ingenieuren abbilden. Grundlage der Optimierung ist das reale Systemverhalten der Anlagen. Statt Ineffizienzen lediglich aufzuzeigen, ermittelt die Software laufend die optimalen Betriebsbedingungen und passt Sollwerte in Echtzeit automatisch an, wobei definierte Betriebsgrenzen eingehalten werden.

Gegenüber rein statistischen Ansätzen bietet dieses Vorgehen mehr Transparenz und Betriebssicherheit. Das betrifft vor allem unternehmenskritische Umgebungen wie industrielle Produktionsstätten, Rechenzentren, Krankenhäuser oder Bürogebäude.

Die Optimierung erstreckt sich auf zentrale HLK-Funktionen, darunter die Wärme- und Kälteerzeugung sowie die Luftaufbereitung und -verteilung. Neben der Energieoptimierung umfasst die Lösung eine Zustandsüberwachung der Anlagen, die Verschleiß an Komponenten wie Kompressoren und Pumpen frühzeitig erkennt und Anomalien im Betrieb sichtbar macht.

Anbindung an vorhandene Gebäudeleittechnik ohne zusätzliche Sensoren

Die Software ist als Add-on konzipiert und wird unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware- und Softwareinfrastruktur in bestehende Gebäudeleit-, Energiemanagement- und Betriebssysteme integriert. Die Anbindung erfolgt über die Protokolle BACnet, OPC UA und Modbus, zusätzliche Sensoren sind nicht erforderlich. Betreiber nutzen ihre vorhandenen IT- und Gebäudeautomationssysteme weiter, was Implementierungsaufwand und Investitionsrisiko gering hält.

Industrial Analytics CEO Lisa Erdmann: „Mit OPTIFICIENT können Organisationen einfach und effizient ihr Serviceangebot um KI-gestützte HLK-Optimierung erweitern und Kunden dabei helfen, Kosten und Emissionen um bis zu 30% zu senken.“ | Foto: Infineon Technologies AG
Industrial Analytics CEO Lisa Erdmann: „Mit OPTIFICIENT können Organisationen einfach und effizient ihr Serviceangebot um KI-gestützte HLK-Optimierung erweitern und Kunden dabei helfen, Kosten und Emissionen um bis zu 30% zu senken.“ | Foto: Infineon Technologies AG

Bereitgestellt wird OPTIFICIENT wahlweise in der Cloud oder vollständig On-Premises, womit Anforderungen an Datensouveränität und Sicherheit erfüllt werden. Als White-Label-Lösung ermöglicht die Software Facility-Management-Unternehmen und Anbietern von Gebäudeautomation, KI-gestützte HLK-Optimierung unter eigener Marke anzubieten, ohne eigene KI-Expertise aufzubauen oder größere Entwicklungsressourcen zu binden.

Von der Halbleiterfertigung auf Industrie- und Gewerbegebäude übertragen

Ausgangspunkt waren besonders anspruchsvolle industrielle Umgebungen, validiert wurde die Technologie im realen Produktions- und Gebäudebetrieb, unter anderem in Anlagen und Fertigungsstandorten von Infineon. Diese Erfahrung überträgt Industrial Analytics nun auf Gewerbeimmobilien, Bürogebäude und industrielle Einrichtungen.

Die Spanne von fünf bis 30 Prozent Einsparung hängt vom Gebäudetyp und von der betrieblichen Ausgangssituation ab. Da die Lösung für ein breites Spektrum gewerblicher und industrieller Gebäude geeignet ist, lassen sich Implementierungen einheitlich über ganze Immobilienportfolios skalieren. Die typische Amortisationszeit beziffert Industrial Analytics mit weniger als 18 Monaten. Wie groß das Potenzial einer bestimmten Anlage ist, ermittelt ein „AI Optimization Check“, der aus vorhandenen Systemdaten die möglichen Einsparungen bei Energie, Kosten und CO₂ abschätzt, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.

Hintergrund sind steigende Temperaturen und ein zunehmender Kühlbedarf, die den Druck auf Facility-Management-Teams erhöhen, HLK-Technik in ganzen Gebäuden und Immobilienportfolios zu optimieren. „Angesichts weiter steigender Energiekosten und wachsender Anforderungen an die Optimierung größerer Gebäudebestände suchen Anbieter nach skalierbaren Lösungen, um ihre operative Expertise gezielt auszubauen. Gleichzeitig wollen sie ihren Kunden messbaren Mehrwert bieten, ohne dabei die betriebliche Komplexität zu erhöhen“, so Erdmann.

Eine Live-Demonstration von OPTIFICIENT zeigt Industrial Analytics auf der EXPO REAL 2026 in München in Halle A3 am Stand TB75. Die Software ist ab sofort verfügbar.

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